14. August 2008
Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro Köln“ will vom 19. bis zum 21.September 2008 eine „Anti-Islamisierungs-Konferenz“ durchführen. Zu diesem Treffen, das mitten in der Kölner Innenstadt auf einem öffentlichen Platz angekündigt ist, werden mehrere hundert Rassistinnen und Rassisten aus ganz Europa erwartet.
Die angekündigte RednerInnen-Liste liest sich wie ein Who is Who des europäischen Rechtspopulismus: Neben dem Fraktionsvorsitzenden der belgischen Separatisten vom „Vlaams Belang“, Filip Dewinter, dem Vorsitzende der österreichischen FPÖ, Heinz-Christian Strache, einem Europaabgeordneten der italienischen „Lega Nord“, Mario Borghezio, sowie dem Vorsitzenden des französischen „Front National“, Jean Marie Le Pen ist eine Reihe von lokalen Pro-Köln-„Größen“ sowie ehemaligen CDU-Mitgliedern angekündigt. Schon hier wird klar, worum es sich bei Pro Köln handelt: Unter dem Deckmäntelchen einer „Bürgerbewegung“ treffen sich Rassisten und Neofaschisten mit Konservativen und Rechtspopulisten.
Pro Köln will die Veranstaltung als kommunalpolitischen Wahlkampfauftakt gestalten, schließlich hat sie -für eine Wählervereinigung der extremen Rechten- in Köln relativ erfolgreich ihre rassistischen Positionen verbreiten und die öffentliche Debatte um die Errichtung einer Großmoschee anheizen und für sich nutzen können. Pro Köln sitzt in Fraktionsstärke im Kölner Stadtrat und in jeder Bezirksvertretung.
Gleichzeitig steht der Kongress unter dem Vorzeichen der Formierung einer rechtspopulistischen Liste im Europaparlament.
Anti-Islamischer Rassismus als Bindeglied des europäischen Rechtspopulismus
Populistische und rassistische Kampagnen gegen „den Islam“ haben derzeit Konjunktur in der Propaganda der rechtspopulistischen Parteien in Europa. Am 17.Im Januar 2008 gründete sich auf Initiative von FPÖ und Vlaams Belang die Initiative „Cities against Islamisation“, der inzwischen rassistische Fraktionen vieler europäischer Städte angehören. In Östereich, der Schweiz, in Italien und Frankreich gab es bereits Kampagnen, die ähnlich wie die Kampagnen von Pro Köln bzw. ihrem landesweiten Ableger Pro NRW auf die Mobilisierung rassistischer Ressentiments einer breiten Öffentlichkeit setzen. Ziel ist es, an die medial weitverbreitete Kurzschlußanalogie „Islam = Fundamentalismus = Einwanderer = Untergang des Abendlandes“ anzuknüpfen. Rund 1/3 aller Bundesbürger ist laut Umfragen für eine Zuwanderungsbegrenzung, über 50% teilen die Aussage, es herrsche zur Zeit ein „Kampf der Kulturen“. Das Thema „Islam“ mit der Frage der Zuwanderung zu verknüpfen und rassistisch aufzuladen scheint das zentrale Kampagnenfeld der europäischen Rechten zu werden. Zumal sie sich davon auch organisatorische Fortschritte versprechen: Eine rechte Europafraktion oder sogar eine rechte "Europäische Freiheitspartei" auf antiislamischer Grundlage.
Linke Intervention: Soziale Ursachen statt Kulturalisierung
Für uns als interventionistische Linke versteht es sich von selbst, gegen neonazistische (Groß-)Events vorzugehen, mit dafür zu sorgen, dass ihre Treffen unterbunden werden und ihre Propaganda kein Gehör findet. Darüber hinaus ist es angebracht, den sich im Zuge von „Nine/Eleven“ verschärfenden Sicherheitsdiskursen, der sich anschließenden anti-Islamischen Stimmungsmache und den damit verbundenen kulturalisierenden Zuschreibungen im öffentlichen Diskurs linke Positionen entgegenzusetzen. Eine Linke sollte die sozialen und politischen Ursachen von Migration betonen und ihre historische Dimension hervorheben. Es gilt, das Recht auf Migration herauszustellen und die Subjekte sichtbar zu machen – und nicht ihre kulturellen Vorlieben oder vermeintlichen Eigenschaften.
Antiracist and antifascist movement: Join us in action!
Aus diesem Grund werden wir uns an den Protesten gegen den RassistInnen-Kongress in Köln beteiligen. Ein breites Bündnis von Antifa-Gruppen über linke Initiativen bis hin zu Gewerkschaften, Fußballfanclubs, SchülerInnenvertretungen, KünstlerInnen und GastwirtInnen ruft dazu auf, sich in Form von Massenblockaden mit Mitteln des zivilen Ungehorsams den RassistInnen in den Weg zu stellen. Wir wissen, daß es möglich sein kann, unter noch so schwierigen Bedingungen und medialer Hysterie einen Tagungsort zu blockieren. Das Bündnis bezieht sich sogar explizit auf Block-G8 – und will nicht nur symbolisch eine Absage an Rassismus und Rechtspopulismus erteilen, sondern für eine effektive Blockade des Tagungsortes unter breiter gesellschaftlicher Teilnahme sorgen.
Sorgen wir gemeinsam für erfolgreiche Blockaden!
Kommt zum Blockadepunkt der interventionistischen Linken nach Köln!
Wir sind schon da! Sie kommen nicht durch!
Interventionistische Linke
Tags: Antifa, Blockaden, Köln, Islam, IL
Blockadeaufruf der IL zum RassistInnen-Kongress in Köln (09/08)
...AUFGESTANDEN! ...HINGESETZT! ...BLOCKIERT! - Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern! 19.-21.09. in Köln: Kommt zum Blockadepunkt der Interventionistische Linken!
Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern!
...aufgestanden! ...hingesetzt! ...blockiert!
Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro Köln“ will vom 19. bis zum 21.September 2008 eine „Anti-Islamisierungs-Konferenz“ durchführen. Zu diesem Treffen, das mitten in der Kölner Innenstadt auf einem öffentlichen Platz angekündigt ist, werden mehrere hundert Rassistinnen und Rassisten aus ganz Europa erwartet.
Die angekündigte RednerInnen-Liste liest sich wie ein Who is Who des europäischen Rechtspopulismus: Neben dem Fraktionsvorsitzenden der belgischen Separatisten vom „Vlaams Belang“, Filip Dewinter, dem Vorsitzende der österreichischen FPÖ, Heinz-Christian Strache, einem Europaabgeordneten der italienischen „Lega Nord“, Mario Borghezio, sowie dem Vorsitzenden des französischen „Front National“, Jean Marie Le Pen ist eine Reihe von lokalen Pro-Köln-„Größen“ sowie ehemaligen CDU-Mitgliedern angekündigt. Schon hier wird klar, worum es sich bei Pro Köln handelt: Unter dem Deckmäntelchen einer „Bürgerbewegung“ treffen sich Rassisten und Neofaschisten mit Konservativen und Rechtspopulisten.
Pro Köln will die Veranstaltung als kommunalpolitischen Wahlkampfauftakt gestalten, schließlich hat sie -für eine Wählervereinigung der extremen Rechten- in Köln relativ erfolgreich ihre rassistischen Positionen verbreiten und die öffentliche Debatte um die Errichtung einer Großmoschee anheizen und für sich nutzen können. Pro Köln sitzt in Fraktionsstärke im Kölner Stadtrat und in jeder Bezirksvertretung.
Gleichzeitig steht der Kongress unter dem Vorzeichen der Formierung einer rechtspopulistischen Liste im Europaparlament.
Anti-Islamischer Rassismus als Bindeglied des europäischen Rechtspopulismus
Populistische und rassistische Kampagnen gegen „den Islam“ haben derzeit Konjunktur in der Propaganda der rechtspopulistischen Parteien in Europa. Am 17.Im Januar 2008 gründete sich auf Initiative von FPÖ und Vlaams Belang die Initiative „Cities against Islamisation“, der inzwischen rassistische Fraktionen vieler europäischer Städte angehören. In Östereich, der Schweiz, in Italien und Frankreich gab es bereits Kampagnen, die ähnlich wie die Kampagnen von Pro Köln bzw. ihrem landesweiten Ableger Pro NRW auf die Mobilisierung rassistischer Ressentiments einer breiten Öffentlichkeit setzen. Ziel ist es, an die medial weitverbreitete Kurzschlußanalogie „Islam = Fundamentalismus = Einwanderer = Untergang des Abendlandes“ anzuknüpfen. Rund 1/3 aller Bundesbürger ist laut Umfragen für eine Zuwanderungsbegrenzung, über 50% teilen die Aussage, es herrsche zur Zeit ein „Kampf der Kulturen“. Das Thema „Islam“ mit der Frage der Zuwanderung zu verknüpfen und rassistisch aufzuladen scheint das zentrale Kampagnenfeld der europäischen Rechten zu werden. Zumal sie sich davon auch organisatorische Fortschritte versprechen: Eine rechte Europafraktion oder sogar eine rechte "Europäische Freiheitspartei" auf antiislamischer Grundlage.
Linke Intervention: Soziale Ursachen statt Kulturalisierung
Für uns als interventionistische Linke versteht es sich von selbst, gegen neonazistische (Groß-)Events vorzugehen, mit dafür zu sorgen, dass ihre Treffen unterbunden werden und ihre Propaganda kein Gehör findet. Darüber hinaus ist es angebracht, den sich im Zuge von „Nine/Eleven“ verschärfenden Sicherheitsdiskursen, der sich anschließenden anti-Islamischen Stimmungsmache und den damit verbundenen kulturalisierenden Zuschreibungen im öffentlichen Diskurs linke Positionen entgegenzusetzen. Eine Linke sollte die sozialen und politischen Ursachen von Migration betonen und ihre historische Dimension hervorheben. Es gilt, das Recht auf Migration herauszustellen und die Subjekte sichtbar zu machen – und nicht ihre kulturellen Vorlieben oder vermeintlichen Eigenschaften.
Antiracist and antifascist movement: Join us in action!
Aus diesem Grund werden wir uns an den Protesten gegen den RassistInnen-Kongress in Köln beteiligen. Ein breites Bündnis von Antifa-Gruppen über linke Initiativen bis hin zu Gewerkschaften, Fußballfanclubs, SchülerInnenvertretungen, KünstlerInnen und GastwirtInnen ruft dazu auf, sich in Form von Massenblockaden mit Mitteln des zivilen Ungehorsams den RassistInnen in den Weg zu stellen. Wir wissen, daß es möglich sein kann, unter noch so schwierigen Bedingungen und medialer Hysterie einen Tagungsort zu blockieren. Das Bündnis bezieht sich sogar explizit auf Block-G8 – und will nicht nur symbolisch eine Absage an Rassismus und Rechtspopulismus erteilen, sondern für eine effektive Blockade des Tagungsortes unter breiter gesellschaftlicher Teilnahme sorgen.
Sorgen wir gemeinsam für erfolgreiche Blockaden!
Kommt zum Blockadepunkt der interventionistischen Linken nach Köln!
Wir sind schon da! Sie kommen nicht durch!
Interventionistische Linke
Tags: Antifa, Blockaden, Köln, Islam, IL
Antiberliner
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NEU: Antiberliner zur Schuldenkrise
Schwerpunkte der 31. Ausgabe des Antiberliners sind die Schuldenkrise, aber auch das doppelgesichtige Verhältnis des Staates zu sozialen Bewegungen wie Occupy, S21, Anti-Atom und anderen. Außerdem befasst sich ein Artikel mit weiblichen Rollenklischees im Profisport. Auf der Antifa-Seite wird…
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Drei Neue Kapuzis bei Red Stuff
Der Sommer neigt sich dem Ende und der Herbst klopft bereits an die Tür. Viele tauschen T-Shirts gegen Pulli und Jacke - oder gegen die neuen Kapuzenpullis vom Antifa Versand Red Stuff. Zuerst gab es die…
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Hintergrundinfos und Broschüren
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Broschüre "Total Extrem" als PDF
In einer neuen Broschüre "Total Extrem" [PDF] informiert die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) über die so genannte Totalitarismus- und Extremismusideologie. Diese setzt Links und Rechts gleich, verharmlost so die Gefahr von Neonazismus und ist explizit gegen linke,…
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Zwei Schritte vor in Dortmund
Auswertung von Dortmund stellt sich quer zu den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch zum sog. „nationalen Antikriegstag“ am 3. September 2011 [Text als PDF].Am 3. September 2011 zogen mehrere hundert Neonazis durch die Dortmunder…
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Kampangne: War starts here
Markieren, Blockieren und Sabotieren. Kampagne gegen die kriegerische NormalitätWir rufen auf, aktiv einzugreifen in die kriegerische Normalität und die zahllosen zivilmilitärischen Verflechtungen. Der Fokus unserer Kampagne liegt auf der erweiterten Infrastruktur und der ideologischen Legitimierung von militärischer Gewalt.…
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Vor 70 Jahren: Krieg gegen die SU
Vor 70 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel Nazi-Deutschland die Sowjetunion. Für die dortige Bevölkerung begann ein fast vierjähriger Überlebenskampf: Die "jüdisch-bolschewistische" Staats- und Gesellschaftsordnung sollte ausgerottet werden. Die Sowjetbürger waren den den Jagd- und Mordkommandos der Wehrmacht ausgesetzt.…
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Broschüre zu den "G 20" (PDF)
Im Oktober 2011 erschien in Rahmen der Mobilisierung zur überregionalen antikapitalistischen Demonstration am 5.11.2011 in Freiburg eine Broschüre zur Thematik. Auf 16 Seiten wird die Rolle der G20 beleuchtet, die Auswirkungen dieser Politik und die Gegenbewegung…
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Heft zu Krieg, Krise & Kapitalismus
Deutschland führt seit Langem wieder Krieg. Die Bundeswehr ist aktuell mit über 6 500 Soldaten weltweit an Kriegseinsätzen beteiligt. In Afghanistan, im Kosovo und vor der Küste Somalias setzt sie die Interessen des deutschen Kapitals durch und sichert den…
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Broschüre: 100 Jahre Frauentag
Begleitend zu Aktivitäten rund um den 8. März 2011, dem 100. Internationalen Frauentag, hat ein Bündnis linksradikaler, sozialistischer und kommunistischer Gruppen eine Broschüre zur Geschichte und zu aktuellen Kämpfen erarbeitet. Das Heft soll grade jüngeren Genossinnen und Genossen den Einstieg in das…
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Neu: Heft zum Afghanistan-Krieg
Anlässlich der Mobilisierung gegen die SiKo und die Mandatsverlängerung 2011 gibt es eine Neuauflage einer Broschüre zum Afghanistankrieg [PDF]. Das Heft - erstmalig im Jahr 2008 erschienen - beschäftigt sich unter anderem mit der aktuellen Situation in Afghanistan,…
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Broschüre zum mg-Verfahren
Nach drei Jahren Solidaritätsarbeit und der Verurteilung von Axel, Florian und Oliver wegen versuchter Brandstiftung an Bundeswehr-LKW im Berliner mg-Prozess legt das Einstellungsbündnis sein Resümee vor. Die Soli-Gruppe beschreibt unter anderem die verschiedenen Linien und Fallstricke der Soli-Arbeit, die…
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Andrej Holm: Interview zu Mieten, Vertreibung und Gentrifizierung
Wir dokumentieren ein Gespräch mit Andrej Holm [twitter] über die Wohnungspolitik des "rot-roten" Senats in Berlin, die Privatisierung der "GSW Immobilien AG", Gentrifizierung, Baugruppen und die Räumung der ehemals besetzten »Liebig 14«. Das Interview…
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Mitglied werden in der Roten Hilfe
Die Rote Hilfe ist eine strömungsübergreife Solidaritäts- und Antirepressionsorganisation. Sie informiert über Verfolgung gegen Linke in der BRD und international. Zudem unterstützt sie Personen, die von Repression betroffen sind. Sie steht euch mit Beratung, anwaltlicher Betreuung…
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Debatte: Krise, Protest, Widerstand
Wir dokumentieren einen Beitrag des Historikers und Sozialforschers Karl Heinz Roth unter dem Titel Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven.Der Beitrag beschreibt wissenschaftlich, ausführlich und doch kompakt und verständlich die Hintergründe…
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