31. Januar 2008
COUNTDOWN In Berlin eröffnet am Freitag (1.2.08) ein neues Geschäft von "Thor Steinar", einer Modemarke, die in der neonazistischen Szene sehr beliebt ist. Das Geschäft befindet sich in der Rosa-Luxemburg-Straße 18 zwischen Alexanderplatz und der Volksbühne.
Kundgebung gegen die Eröffnung (Veranstalter: Die Grünen)
Freitag | 1.2.08 | 10 Uhr | Rosa-Luxemburg-Straße 18
Achtung: Arbeitskampf/Streik bei der BVG - rechtzeitig losfahren
Presse: jW, taz (1.2.08), video bei klartext (2004)
In Berlin-Mitte eröffnet am Freitag ein Geschäft der bei Neonazis beliebten Bekleidungsmarke „Thor Steinar“. Der Laden befindet sich in der Rosa-Luxemburg-Straße 18, nur wenige Meter vom Alexanderplatz entfernt. Um 10 Uhr findet eine antifaschistische Protestkundgebung statt – zur gleichen Zeit ist die Eröffnung des Ladens geplant.
Die in der rechtsextremen Szene sehr verbreiteten Modemarke „Thor Steinar“ wird hergestellt von der MediaTex GmbH aus Königs Wusterhausen im südlichen Berliner Umland. Ein erstes Logo der Marke wurde in Berlin verboten, da es verschiedenen NS-Symbolen zum verwechseln ähnlich sah. Seither wird ein unverfängliches Markensymbol von MediaTex auf die Textilien genäht. Inhaber der Firma sind Axel Kopelke und Uwe Meusel. Kopelke betreibt in Königs Wusterhausen zudem einen rechten Szeneladen mit dem Namen „Explosiv“.
Der Vermieter des neuen Ladens zeigte sich desinteressiert an seinen neuen Mietern. Ein Sprecher von „Impala-Immobilien“ aus Hamburg äußerte gegenüber der Antifaschistischen Linken Berlin, dass die Verantwortung bei den zuständigen Behörden liege, die für die Zulassung des Geschäftsbetriebs zuständig seien. Impala sei nur Vermieter und nicht verantwortlich.
Am Mittwoch und Donnerstag brachten Mitarbeiter von „Thor Steinar“ kistenweise Material in den Laden, der von außen noch nicht als solcher erkennbar war. Türen und Fenster waren mit schwarzer Folie blickdicht verklebt. Andere Gewerbetreibende in der Rosa-Luxemburg-Straße zeigten sich wenig erfreut über ihre neuen Nachbarn. Die Mitarbeiter von „Thor Steinar“ zeigten sich geheimnisvoll. Gegenüber Gewerbetreibenden äußerten sie, dass sie nicht wüssten, was für ein Laden dort entsteht.
Erst vor wenigen Monaten musste ein Geschäft der gleichen Firma in einem Einkaufscenter am Alexanderplatz schließen, nachdem der Mietvertrag gekündigt wurde.
Läden der MedieTex GmbH gibt es zudem in Leipzig und Magdeburg. Dort stehen die Läden unter erheblichen Druck. In Leipzig finden fast wöchentlich Aktionen gegen den Laden statt. Die Leipziger Volkszeitung meldete, dass der Vermieter Räumungsklage gegen MediaTex erhoben habe.
Tags: Thor Steinar, Berlin, Nazi-Laden, Antifa, Tønsberg
Berlin: Protest gegen Eröffnung von Thor-Steinar-Shop

Kundgebung gegen die Eröffnung (Veranstalter: Die Grünen)
Freitag | 1.2.08 | 10 Uhr | Rosa-Luxemburg-Straße 18
Achtung: Arbeitskampf/Streik bei der BVG - rechtzeitig losfahren
Presse: jW, taz (1.2.08), video bei klartext (2004)
Protest gegen Eröffnung von „Thor-Steinar-Laden“ in Berlin
In Berlin-Mitte eröffnet am Freitag ein Geschäft der bei Neonazis beliebten Bekleidungsmarke „Thor Steinar“. Der Laden befindet sich in der Rosa-Luxemburg-Straße 18, nur wenige Meter vom Alexanderplatz entfernt. Um 10 Uhr findet eine antifaschistische Protestkundgebung statt – zur gleichen Zeit ist die Eröffnung des Ladens geplant.
Die in der rechtsextremen Szene sehr verbreiteten Modemarke „Thor Steinar“ wird hergestellt von der MediaTex GmbH aus Königs Wusterhausen im südlichen Berliner Umland. Ein erstes Logo der Marke wurde in Berlin verboten, da es verschiedenen NS-Symbolen zum verwechseln ähnlich sah. Seither wird ein unverfängliches Markensymbol von MediaTex auf die Textilien genäht. Inhaber der Firma sind Axel Kopelke und Uwe Meusel. Kopelke betreibt in Königs Wusterhausen zudem einen rechten Szeneladen mit dem Namen „Explosiv“.
Der Vermieter des neuen Ladens zeigte sich desinteressiert an seinen neuen Mietern. Ein Sprecher von „Impala-Immobilien“ aus Hamburg äußerte gegenüber der Antifaschistischen Linken Berlin, dass die Verantwortung bei den zuständigen Behörden liege, die für die Zulassung des Geschäftsbetriebs zuständig seien. Impala sei nur Vermieter und nicht verantwortlich.
Am Mittwoch und Donnerstag brachten Mitarbeiter von „Thor Steinar“ kistenweise Material in den Laden, der von außen noch nicht als solcher erkennbar war. Türen und Fenster waren mit schwarzer Folie blickdicht verklebt. Andere Gewerbetreibende in der Rosa-Luxemburg-Straße zeigten sich wenig erfreut über ihre neuen Nachbarn. Die Mitarbeiter von „Thor Steinar“ zeigten sich geheimnisvoll. Gegenüber Gewerbetreibenden äußerten sie, dass sie nicht wüssten, was für ein Laden dort entsteht.
Erst vor wenigen Monaten musste ein Geschäft der gleichen Firma in einem Einkaufscenter am Alexanderplatz schließen, nachdem der Mietvertrag gekündigt wurde.
Läden der MedieTex GmbH gibt es zudem in Leipzig und Magdeburg. Dort stehen die Läden unter erheblichen Druck. In Leipzig finden fast wöchentlich Aktionen gegen den Laden statt. Die Leipziger Volkszeitung meldete, dass der Vermieter Räumungsklage gegen MediaTex erhoben habe.
Tags: Thor Steinar, Berlin, Nazi-Laden, Antifa, Tønsberg
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