24. August 2007
Unter "Ausländer Raus" Gebrüll und mit Parolen wie "Hier regiert der nationale Widerstand" wurden am dritten August-Wochenende acht Inder von 50 bis 60 Deutschen durch die sächsische Kleinstadt Mügeln gejagt und dabei zum Teil erheblich verletzt. Gedeckt wurden die Angriffe durch die ettlichen Schaulustigen. Der Mob konnte erst durch einen Großeinsatz der Polizei gestoppt werden.
Nun weitet sich der Skandal aus und zeigt deutlich das hinter der Hatz stehende Problem. Es ist der bis weit in die Mitte der Gesellschaft reichende Rassismus.
So leugnete der Bügermeister Gotthard Deuse (FDP) am Tag nach der Tat, daß es in der Stadt eine rechtsextremistische Szene gebe, obwohl es im Ort mit "No Colours Records" sogar einen Versand gibt, der mit neonazistischer Musik und Bekleidung handelt. Diese Verharmlosung und Ignoranz des Neonazismus auf die Spitze treibend, ließ er mit Bezug auf die bereits erwähnten rechtsextremen Parolen verlauten, daß so etwas "jedem mal über die Lippen" kommen könne.
Auch ein angeblicher Versprecher des Einsatzleiters der Polizei zeugt von der scheinbaren Legitimität mit der ein deutscher Mob in Sachsen vermeintliche Ausländer durch die Straßen treiben kann. Die 50 bis 60 Personen starke Gruppe habe sich "gegen diese ausländischen Mitbürger gewehrt", ließ er in seinem Bericht verlauten.
Während sich nun selbst die Bundeskanzlerin Angela Merkel besorgt äußerte, nicht etwa weil die deutsche Geschichte lehrt, daß Rassismus nur zu leicht Menschenleben fordert, sondern weil sie um das Ansehen der Bundesrepublik fürchtet, schweigt sich die für die Bundesprogramme gegen rechts verantwortliche Ministerin (SPD) lieber aus. Von der Leyens Ministerium hatte dem Kreis Torgau-Oschatz, in dem Mügeln liegt, erst kürzlich die Bundesmittel für Programme gegen rechts verweigert.
Unterdessen demonstrierten knapp 300 sächsische Antifaschisten durch den Ort und trafen den Nagel auf den Kopf. Auf ihrem Leittransparent stand: "Das Problem heißt Rassismus!"
Tags: Mügeln, Sachsen, Nazis, Rassismus, Deutschland
Menschenjagd in Mügeln

Nun weitet sich der Skandal aus und zeigt deutlich das hinter der Hatz stehende Problem. Es ist der bis weit in die Mitte der Gesellschaft reichende Rassismus.
So leugnete der Bügermeister Gotthard Deuse (FDP) am Tag nach der Tat, daß es in der Stadt eine rechtsextremistische Szene gebe, obwohl es im Ort mit "No Colours Records" sogar einen Versand gibt, der mit neonazistischer Musik und Bekleidung handelt. Diese Verharmlosung und Ignoranz des Neonazismus auf die Spitze treibend, ließ er mit Bezug auf die bereits erwähnten rechtsextremen Parolen verlauten, daß so etwas "jedem mal über die Lippen" kommen könne.
Auch ein angeblicher Versprecher des Einsatzleiters der Polizei zeugt von der scheinbaren Legitimität mit der ein deutscher Mob in Sachsen vermeintliche Ausländer durch die Straßen treiben kann. Die 50 bis 60 Personen starke Gruppe habe sich "gegen diese ausländischen Mitbürger gewehrt", ließ er in seinem Bericht verlauten.
Während sich nun selbst die Bundeskanzlerin Angela Merkel besorgt äußerte, nicht etwa weil die deutsche Geschichte lehrt, daß Rassismus nur zu leicht Menschenleben fordert, sondern weil sie um das Ansehen der Bundesrepublik fürchtet, schweigt sich die für die Bundesprogramme gegen rechts verantwortliche Ministerin (SPD) lieber aus. Von der Leyens Ministerium hatte dem Kreis Torgau-Oschatz, in dem Mügeln liegt, erst kürzlich die Bundesmittel für Programme gegen rechts verweigert.
Unterdessen demonstrierten knapp 300 sächsische Antifaschisten durch den Ort und trafen den Nagel auf den Kopf. Auf ihrem Leittransparent stand: "Das Problem heißt Rassismus!"
Tags: Mügeln, Sachsen, Nazis, Rassismus, Deutschland
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