30. November 2006

13. Januar: Rosa-Luxemburg-Konferenz 2007

Unter dem Titel Das geht anders. United, Unido, Vereint. findet am Samstag, den 13. Januar 2007 in Berlin die 12. Rosa-Luxemburg-Konferenz statt. Austragungsort ist die TU-Mensa (Hardenbergstr. 34) in Berlin-Charlottenburg.

Höhepunkt ist die Podiumsdiskussion: Worin unsere Schwäche besteht. Was hindert die Linke, ihre Kräfte zu bündeln? mit Gesine Lötzsch (Linke.PDS, MdB), Prof. Peter Grottian (FU-Berlin), Leo Mayer (Parteivorstand DKP), Klaus Steiniger (Chefredakteur Rotfuchs) sowie der Antifaschistischen Linken Berlin [ALB].

Zuvor gibt es den ganzen Tag interessante Vorträge mit Vertretern aus Brasilien, Cuba, USA, China und Österreich. Unter anderem eine Veranstaltung mit Arnaldo Otegi, dem Sprecher der derzeit verbotenen baskischen Partei Batasuna [Batasuna auf deutsch].

Die Konferenz findet statt am Samstag, 13. Januar 2007 in der Mensa der Technischen Universität Berlin, Hardenbergstrasse 34, U-Bhf. Ernst-Reuter-Platz (U2) oder U/S/Regio-Bahhof Zoologischer Garten (U2, U9). Einlass ist ab 10 Uhr


Vorträge 11.00 bis 16.20 Uhr

Das geht anders. united, unido, vereint.


Die Bundesrepublik war 2006 wie in den Vorjahren Exportweltmeister. Das brutale Lohnsenkungsprogramm des Kapitals trägt weiter Früchte. Die Umverteilung von unten nach oben wird 2007 beschleunigt, die wirtschaftlichen und sozialen Ungleichgewichte nehmen zu – im Land, in der EU, zwischen Nord und Süd, Arm und Reich. Das ist das Lebensgesetz des Kapitalismus. Was hierzulande Hartz IV bedeutet, heißt weltweit Hungerlohn, Arbeitshetze, Entrechtung und Ausplünderung aller Ressourcen in steigendem Maß, vor allem heißt es Krieg. "Das Geschäft gedeiht auf Trümmern", schrieb Rosa Luxemburg 1916.

Allerdings gehen die militärischen und politischen Blütenträume der westlichen Wertegemeinschaft und ihrer Missionare mit Sturmgewehren, Panzern und Rüstungshightech nicht richtig auf. Hinzu kommt: In zahlreichen Ländern der Welt finden diejenigen, die sich aus einer linken, aus einer marxistischen Perspektive heraus für ein besseres Leben engagieren, wachsende Anerkennung. Sie stemmen sich zugleich gegen den weltweiten Sog in den Krieg. Was das praktisch bedeutet, trotz Bush und Merkel, trotz Blockade und Medienhetze, darüber berichten auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2007 Rednerinnen und Redner von drei Kontinenten. Sie werden zeigen: Es geht.

  • 10.00 Uhr Saalöffnung
  • 11.10 Uhr Dr. Alberto Moreira Befreiungstheologe, Universität Goiania (Brasilien)
  • 12.00 Uhr Feng Yuan Journalistin, Peking / China
  • 12.50 Uhr Ernest Kaltenegger Fraktionsvorsitzender der KPÖ im Steiermärkischen Landtag, Österreich
  • 13.50 Uhr Robert R. Bryan Rechtsanwalt, San Francisco / USA
  • 14.10 Uhr Mumia Abu Jamal Journalist, politischer Gefangener, USA
    Mehr Infos zu Mumia Abu-Jamal unter www.mumia.de (d) & www.mumia.org (e)
  • 14.30 Uhr Francisco Brown Infante Direktor am Institut für Europäische Studien, Havanna / Cuba
  • 15.20 Uhr Arnaldo Otegi Sprecher der derzeit verbotenen Partei Batasuna, Baskenland [Infos auf deutsch: Batasuna bei Wikepedia]

Moderation: Dr. Seltsam


Podiumsdiskussion 17.00 bis 18.30 Uhr

Worin unsre Schwäche besteht.

Was hindert die Linke, ihre Kräfte zu bündeln?

Alle Voraussetzungen für einen Aufschwung der Linken in der Bundesrepublik sind gegeben – bis auf eine: Ihre politische und organisatorische Zersplitterung hält an. Ein Jahr nach dem unerwarteten Einzug von 54 Abgeordneten in den Bundestag auf der Liste der Linkspartei.PDS sind die Weichen für die Bildung einer neuen linken Partei gestellt. Eine starke Sammlungsbewegung aus den außerparlamentarischen Bewegungen heraus zeichnet sich jedoch noch nicht ab, der Zusammenschluß mit den Gewerkschaften kommt nur langsam in Fahrt.

Die große Koalition will 2007 Farbe bekennen: Steuerentlastung für die Industrie,Vergünstigungen für Besserverdienende und Draufsatteln beim Ausplündern von Rentnern, Kranken und Studierenden, Verschärfung von Hartz IV und Durchlöcherung des Kündigungsschutzes. Das Erreichen der Viermillionengrenze bei den Arbeitslosen wird als Erfolg gefeiert, die reaktionäre, schon gescheiterte EU-Verfassung soll durchgepeitscht werden, im Schulterschluß mit den USA wird Krieg in aller Welt Staatsräson.

Wie können Protest und Widerstand zusammengeführt werden? Was ist das strategische Ziel der Linken in der Bundesrepublik, auf das sie sich verständigen kann? Was bringt die Leute auf die Straße und was hindert sie, sich zu wehren? Welche Rolle kann die neue Partei spielen? Diese Fragen sind Thema der Podiumsdiskussion auf der XII. Rosa-Luxemburg-Konferenz.


Moderation:
- Arnold Schölzel, Chefredakteur junge Welt
- Dietmar Koschmieder, Verlag 8. Mai GmbH



Eintrittspreise
  • Gesamtkarte (Vorträge, Diskussion, Konzert) 15,-- Euro, ermäßigt 12,-- Euro
  • Konferenzkarte (Vorträge, Podiumsdiskussion) 12,-- Euro, ermäßigt 9,-- Euro
  • Karte nur Podiumsdiskussion / nur Konzert jeweils 5,-- Euro, ermäßigt 3,50 Euro

Weitere Informationen und Kartenreservierung unter Tel. 030/ 53 63 55 10 oder unter www.jungewelt.de und wwww.rosa-luxemburg-konferenz.de.

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