23. Juni 2006
Angeblich war der Ausgangspunkt der Bespitzelung ein Ermittlungsverfahren des Bundeskriminalamtes aus dem Jahre 1993 gegen drei Personen. Obwohl dieses Verfahren als ergebnislos eingestellt wurde, sind über Jahre die für jedermann öffentlichen Sitzungen und Arbeitsgruppen des BSF kontinuierlich und ausführlich mit Namensnennungen der Anwesenden protokolliert.
Dies ist ein politisch durchsichtiges Spiel. Gegen geltendes Recht und Senatsbeschlüsse wurde ein breites, kritisches, politisches Bündnis ausgespäht. Viele der in der heutigen Sitzung vorgetragenen Informationen und Einschätzungen entbehren jeglicher Grundlage und wurden den anwesenden Abgeordneten komplett falsch dargestellt. Entgegen der wiederholt von Schmidt und Körting vorgebrachten Behauptungen, gab es zu keiner Zeit im BSF geschlossene, durch einzelne politische Strömungen dominierte Diskussionszirkel. Die zum Beispiel mehrfach genannte „AG Probiersteine“, war entgegen der Behauptung weder eine geschlossene Arbeitsgruppe noch der „linksradikale Kopf“ des BSF.
Trotz der jahrelangen Observation hat der Verfassungsschutz offenbar die politische Idee und die Arbeit des BSF bis heute nicht verstanden. Es wird auf überkommene Feindbilder und Kategorien aus den 80er Jahren zurückgegriffen, um sozialpolitisches Engagement zu diskreditieren.
Die Sicherheitsbehörden haben offensichtlich großes Mißtrauen gegenüber einem Forum, das von radikalen Linken bis hin zu GewerkschafterInnen, PDS- und sogar SPD-Mitglieder ein breites Spektrum der Linken versammelt. Der Senat sieht sich durch diese politische Selbstorganisierung an der Basis in seiner Machtsphäre bedroht. Der SPD/PDS-Senat ist Kontrollorgan gegenüber dem Landesamt für Verfassungsschutz und lässt sogar seine eigenen Mitglieder bespitzeln.
Wir sehen das Modell Sozialforum unverändert als einen gelungenen Versuch an. Wir sind ein Forum für einen offenen, von gegenseitigem Respekt getragenen Austausch linker und radikaldemokratischer Gruppen mit dem Ziel, neue Wege des politischen Widerstandes gegen den derzeitigen menschenverachtenden, neoliberalen Durchmarsch auf lokaler Ebene zu gehen. Wir bringen linke Politik verschiedenster Strömungen und Menschen mit kritischen Positionen zusammen und verschaffen ihr Gehör durch breiteste Kooperationen wie z.B. auch mit Obdachlosen- und Flüchtlingsgruppen und Kirchen, sowie mit Hilfe von Aktivitäten, die Aktionen zivilen Ungehorsams beinhalten. Daran können keine inoffiziellen und hauptamtlichen Geheimdienst-Mitarbeiter etwas ändern.
In der Sitzung hat sich ganz klar gezeigt, dass Geheimdienste nicht zu kontrollierende Apparate darstellen, die nicht reformierbar sind.
Berlin 22.6.2006
Der Offene Koordinierungskreis der Initiative für ein Berliner Sozialforum
Zweite Stellungnahme des BSF zur Spitzel-Affäre
Zur heutigen öffentlichen Sitzung des Berliner Verfassungsschutzausschusses stellen wir folgendes fest:
Die Leiterin des Verfassungsschutzes Berlin Claudia Schmid und Innensenator Ehrhart Körting haben zusammenhangslos aus den unterschiedlichsten öffentlich und nicht öffentlich zugänglichen Quellen, die zum Teil nichts mit der Initiative für ein Berliner Sozialforum (BSF) zu tun haben, einen Extremismusverdacht gegen sogenannte „Autonome“ konstruiert.
Die Leiterin des Verfassungsschutzes Berlin Claudia Schmid und Innensenator Ehrhart Körting haben zusammenhangslos aus den unterschiedlichsten öffentlich und nicht öffentlich zugänglichen Quellen, die zum Teil nichts mit der Initiative für ein Berliner Sozialforum (BSF) zu tun haben, einen Extremismusverdacht gegen sogenannte „Autonome“ konstruiert.
Angeblich war der Ausgangspunkt der Bespitzelung ein Ermittlungsverfahren des Bundeskriminalamtes aus dem Jahre 1993 gegen drei Personen. Obwohl dieses Verfahren als ergebnislos eingestellt wurde, sind über Jahre die für jedermann öffentlichen Sitzungen und Arbeitsgruppen des BSF kontinuierlich und ausführlich mit Namensnennungen der Anwesenden protokolliert.
Dies ist ein politisch durchsichtiges Spiel. Gegen geltendes Recht und Senatsbeschlüsse wurde ein breites, kritisches, politisches Bündnis ausgespäht. Viele der in der heutigen Sitzung vorgetragenen Informationen und Einschätzungen entbehren jeglicher Grundlage und wurden den anwesenden Abgeordneten komplett falsch dargestellt. Entgegen der wiederholt von Schmidt und Körting vorgebrachten Behauptungen, gab es zu keiner Zeit im BSF geschlossene, durch einzelne politische Strömungen dominierte Diskussionszirkel. Die zum Beispiel mehrfach genannte „AG Probiersteine“, war entgegen der Behauptung weder eine geschlossene Arbeitsgruppe noch der „linksradikale Kopf“ des BSF.
Trotz der jahrelangen Observation hat der Verfassungsschutz offenbar die politische Idee und die Arbeit des BSF bis heute nicht verstanden. Es wird auf überkommene Feindbilder und Kategorien aus den 80er Jahren zurückgegriffen, um sozialpolitisches Engagement zu diskreditieren.
Die Sicherheitsbehörden haben offensichtlich großes Mißtrauen gegenüber einem Forum, das von radikalen Linken bis hin zu GewerkschafterInnen, PDS- und sogar SPD-Mitglieder ein breites Spektrum der Linken versammelt. Der Senat sieht sich durch diese politische Selbstorganisierung an der Basis in seiner Machtsphäre bedroht. Der SPD/PDS-Senat ist Kontrollorgan gegenüber dem Landesamt für Verfassungsschutz und lässt sogar seine eigenen Mitglieder bespitzeln.
Wir sehen das Modell Sozialforum unverändert als einen gelungenen Versuch an. Wir sind ein Forum für einen offenen, von gegenseitigem Respekt getragenen Austausch linker und radikaldemokratischer Gruppen mit dem Ziel, neue Wege des politischen Widerstandes gegen den derzeitigen menschenverachtenden, neoliberalen Durchmarsch auf lokaler Ebene zu gehen. Wir bringen linke Politik verschiedenster Strömungen und Menschen mit kritischen Positionen zusammen und verschaffen ihr Gehör durch breiteste Kooperationen wie z.B. auch mit Obdachlosen- und Flüchtlingsgruppen und Kirchen, sowie mit Hilfe von Aktivitäten, die Aktionen zivilen Ungehorsams beinhalten. Daran können keine inoffiziellen und hauptamtlichen Geheimdienst-Mitarbeiter etwas ändern.
In der Sitzung hat sich ganz klar gezeigt, dass Geheimdienste nicht zu kontrollierende Apparate darstellen, die nicht reformierbar sind.
- Wir fordern Einsicht in alle Akten, die in dem Zusammenhang mit dem BSF angelegt worden sind und zwar ungeschwärzt.
- Wir schliessen uns der Forderung des Komitee für Grundrechte und Demokratie, des Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein und der Humanistischen Union an, die Abteilung Verfassungsschutz der Senatsverwaltung für Inneres in Berlin, sowie alle Verfassungsschutzämter aufzulösen.
Berlin 22.6.2006
Der Offene Koordinierungskreis der Initiative für ein Berliner Sozialforum
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3. Stellungnahme der ALB
Am 3. März 2012 wurde auf Indymedia (Open Posting und linksunten) gegen eine Frau, die unserer Gruppe zugeordnet wurde, der Vorwurf veröffentlicht, sie sei als Informantin für das Bundesamt für Verfassungsschutz tätig gewesen. Nach unseren Stellungnahmen vom 4.3.2012 und vom 12.3.2012 dokumentieren wir nun, wie wir mit diesem Spitzelvorwurf umgegangen sind und…
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Antiberliner
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NEU: Antiberliner zur Schuldenkrise
Schwerpunkte der 31. Ausgabe des Antiberliners sind die Schuldenkrise, aber auch das doppelgesichtige Verhältnis des Staates zu sozialen Bewegungen wie Occupy, S21, Anti-Atom und anderen. Außerdem befasst sich ein Artikel mit weiblichen Rollenklischees im Profisport. Auf der Antifa-Seite wird…
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Hintergrundinfos und Broschüren
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Türkei/Kurdistan: Hinter Gittern
Als Reaktion auf die andauernden Massenverhaftungen von prokurdischen PolitikerInnen und Aktiven in der Türkei wurde die Kampagne Demokratie hinter Gittern.Die Kampagne kritisiert die seit Frühjahr 2009 andauernden Massenverhaftungen von mehr als 8.000 Personen, darunter BürgermeisterInnen,…
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Broschüre "Total Extrem" als PDF
In einer neuen Broschüre "Total Extrem" [PDF] informiert die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) über die so genannte Totalitarismus- und Extremismusideologie. Diese setzt Links und Rechts gleich, verharmlost so die Gefahr von Neonazismus und ist explizit gegen linke,…
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Zwei Schritte vor in Dortmund
Auswertung von Dortmund stellt sich quer zu den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch zum sog. „nationalen Antikriegstag“ am 3. September 2011 [Text als PDF].Am 3. September 2011 zogen mehrere hundert Neonazis durch die Dortmunder…
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NSU, NPD und Innenministerium
Überraschung: Über 13 Jahre lang zieht eine Neonazi-Bande mordend durchs Land, zum Finale Grande erschießen sich die zwei männlichen Mitglieder der Terrorzelle, stecken Beute und Fluchtfahrzeug ihres letzten Banküberfalls in Brand und die dritte im Bund versucht den letzten…
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Kampangne: War starts here
Markieren, Blockieren und Sabotieren. Kampagne gegen die kriegerische NormalitätWir rufen auf, aktiv einzugreifen in die kriegerische Normalität und die zahllosen zivilmilitärischen Verflechtungen. Der Fokus unserer Kampagne liegt auf der erweiterten Infrastruktur und der ideologischen Legitimierung von militärischer Gewalt.…
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Trauer um Spanienkämpfer Teppich
Am 25. Februar 2012 verstarb der antifaschistische Widerstandskämpfer Fritz Teppich in Berlin. Mit ihm starb der letzte in Deutschland lebende Spanienkämpfer.Mit 18 Jahren ging Fritz Teppich nach Spanien und kämpfe bei den Internationalen Brigaden gegen spaniens…
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Vor 70 Jahren: Krieg gegen die SU
Vor 70 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel Nazi-Deutschland die Sowjetunion. Für die dortige Bevölkerung begann ein fast vierjähriger Überlebenskampf: Die "jüdisch-bolschewistische" Staats- und Gesellschaftsordnung sollte ausgerottet werden. Die Sowjetbürger waren den den Jagd- und Mordkommandos der Wehrmacht ausgesetzt.…
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Heft zu Krieg, Krise & Kapitalismus
Deutschland führt seit Langem wieder Krieg. Die Bundeswehr ist aktuell mit über 6 500 Soldaten weltweit an Kriegseinsätzen beteiligt. In Afghanistan, im Kosovo und vor der Küste Somalias setzt sie die Interessen des deutschen Kapitals durch und sichert den…
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Broschüre: 100 Jahre Frauentag
Begleitend zu Aktivitäten rund um den 8. März 2011, dem 100. Internationalen Frauentag, hat ein Bündnis linksradikaler, sozialistischer und kommunistischer Gruppen eine Broschüre zur Geschichte und zu aktuellen Kämpfen erarbeitet. Das Heft soll grade jüngeren Genossinnen und Genossen den Einstieg in das…
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Neu: Heft zum Afghanistan-Krieg
Anlässlich der Mobilisierung gegen die SiKo und die Mandatsverlängerung 2011 gibt es eine Neuauflage einer Broschüre zum Afghanistankrieg [PDF]. Das Heft - erstmalig im Jahr 2008 erschienen - beschäftigt sich unter anderem mit der aktuellen Situation in Afghanistan,…
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Broschüre zum mg-Verfahren
Nach drei Jahren Solidaritätsarbeit und der Verurteilung von Axel, Florian und Oliver wegen versuchter Brandstiftung an Bundeswehr-LKW im Berliner mg-Prozess legt das Einstellungsbündnis sein Resümee vor. Die Soli-Gruppe beschreibt unter anderem die verschiedenen Linien und Fallstricke der Soli-Arbeit, die…
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Neue Broschüre: Krisenanalyse
Die Berliner Gruppe ARAB hat zu ihrem fünfjährigen Bestehen eine Broschüre zum Thema Krisenanalyse herausgebracht. Die Broschüre beschäftigt sich mit der aktuellen kapitalistischen Krise und zeigt auf, wo der kapitalistische Irrsinn hinführt und wie eine linksradikale Antwort…
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Andrej Holm: Interview zu Mieten, Vertreibung und Gentrifizierung
Wir dokumentieren ein Gespräch mit Andrej Holm [twitter] über die Wohnungspolitik des "rot-roten" Senats in Berlin, die Privatisierung der "GSW Immobilien AG", Gentrifizierung, Baugruppen und die Räumung der ehemals besetzten »Liebig 14«. Das Interview…
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Mitglied werden in der Roten Hilfe
Die Rote Hilfe ist eine strömungsübergreife Solidaritäts- und Antirepressionsorganisation. Sie informiert über Verfolgung gegen Linke in der BRD und international. Zudem unterstützt sie Personen, die von Repression betroffen sind. Sie steht euch mit Beratung, anwaltlicher Betreuung…
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Debatte: Krise, Protest, Widerstand
Wir dokumentieren einen Beitrag des Historikers und Sozialforschers Karl Heinz Roth unter dem Titel Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven.Der Beitrag beschreibt wissenschaftlich, ausführlich und doch kompakt und verständlich die Hintergründe…
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