09. Mai 2006

Antifa in Göttingen

Für den 13. Mai 2006 haben Neonazis ihren nächsten kümmerlichen Aufmarschversuch in Göttingen angekündigt. Das Oberverwaltungsgericht hat ihnen eine stationäre Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz zugestanden - die Faschisten wollen mehr und klagen weiter.

Antifaschistinnen und Antifaschisten bereiten sich darauf vor, NPD und "freien Kameradschaften" erneut einen angemessenen Empfang in der Stadt zu liefern.

13.5.2006 | Antifa-Block auf der Bündnisdemo | 11 Uhr Platz der Synagoge


Infos: &raquo Antifaschistische Linke International [A.L.I.]

Die FaschistInnen wollen offenbar eine Revanche für ihren desaströsen Aufmarschversuch vom 29. Oktober 2005. Damals hatten 5.000 AntifaschistInnen mit einer Bündnisdemonstration, Sitzblockaden, über 30 brennenden Barrikaden und direkten Angriffen den NPD-Aufmarsch von 220 Neonazis nach wenigen hundert Metern zum Rückzug gezwungen.

Seit Januar 2006 hat Adolf Dammann (NPD-Landesverband Niedersachsen) bei der Stadt Göttingen erneut die große Strecke rund um die Innenstadt durch das Uni- und Ost-Viertel angemeldet. An dieser Route haben sich Nazis und Polizei bereits am 29.10.2005 die Zähne ausgebissen. Der notorische Daueraufmarschanmelder Christian Worch aus Hamburg setzt noch einen drauf und hat für den gleichen Tag einen Aufmarsch angemeldet, der am Neuen Rathaus beginnen, und sich im Ostviertel mit dem Dammann-Umzug vereinen soll.

Beide Aufmärsche wurden von der Stadt Göttingen verboten, das Verwaltungsgericht hat dieses Verbot bestätigt. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat entschieden und eine stationäre Neonazi-Veranstaltung auf dem Bahnhofsvorplatz von 12 bis 14 Uhr als zulässigen Ersatz bestimmt. Den Faschisten ist das nicht genug, darum haben sie weitere Klage angekündigt.

Egal wie am Ende juristisch entschieden werden sollte. Wir kündigen einen breiten antifaschistischen Widerstand an und werden auch dieses Mal dafür sorgen, dass die Linke gestärkt aus den nächsten Wochen hervorgeht.


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