27. November 2005
Einer der größten NS-Aufmärsche in Europa findet jedes Jahr im schwedischen Salem statt. Die schwedische Antifa mobilisiert zusammen mit einem Bündnis gegen diesen Aufmarsch und lädt ein, sich an den Gegenaktionen zu beteiligen.
Am 9. Dezember 2000 kam im Stockholmer Vorort Salem der junge Nazisympathisant Daniel Wretström bei einer Auseinandersetzung mit MigrantInnen ums Leben. Dieses Ereignis ist in den letzten Jahren zu einem zentralen Datum für skandinavische Neonazis geworden. Die Nazis, unter ihnen die Organisatoren des Mordes an dem Gewerkschafter Björn Söderberg, wussten die Situation für sich zu nutzen: Sie machten aus Daniel Wretström einen Märtyrer und schafften dadurch ein symbolisches Datum, an dem alle Nazis zu einem gemeinsamen Aufmarsch mobilisiert werden können.
Zu den seitdem jährlich stattfindenden Aufmärschen Anfang Dezember kommen über tausend Nazis aus Schweden und mehreren Nachbarländern. Da es ihnen anfangs gelang, ihren Aufmarsch als einen Trauermarsch darzustellen, haben weder Polizei noch Gemeindeverwaltung reagiert.
Der Aufmarsch in Salem ist sehr wichtig für die skandinavische Nazibewegung. Dort können die Neonazis neue, junge Leute mobilisieren und sich mit Gleichgesinnten aus anderen Ländern, vermehrt auch aus Deutschland, treffen. So haben die schwedischen Nazis im Zusammenhang mit der Wunsiedel-Mobilisierung in diesem Jahr bei den Freien Kameradschaften und der NPD massiv Werbung für den Salem-Marsch gemacht. Sie wollen, dass sich in Salem der größte nordeuropäische Naziaufmarsch entwickelt. Das müssen wir zusammen verhindern!
Von Beginn an gab es Widerstand gegen den Naziaufmarsch. Die AFA (Antifascistisk Aktion) - Gruppen aus ganz Schweden organisierten zusammen mit einem breiten Bündnis von Parteien, außerparlamentarischen Gruppen und Gewerkschaften große Gegendemonstrationen. Die größte Nazidemo in Schweden seit Kriegsende sollte blockiert und der Widerstand dagegen auf die Straße getragen werden.
Im Jahr 2004 gab es über den ganzen Tag verteilt Anti-Nazi-Demonstrationen in der Innenstadt von Stockholm. An diesen beteiligten sich 3.000 bis 4.000 Leute aus den unterschiedlichen linken Spektren. Tagsüber wurde der Zentralbahnhof von den skandinavischen AFA - Gruppen und anderen Linken blockiert, um die Nazis nicht nach Salem fahren zu lassen.
2005 wird es eine zentrale Demonstration in der Stadtmitte Stockholms mit einem noch größeren linken Bündnis als im letzten Jahr geben. Dies wird verbunden mit zwei Blockaden der Anreise und der Treffpunkte der Neonazis.
Die Blockaden finden um 14.00 Uhr statt und werden von der Antifaschistischen Aktion Schweden (AFA) und dem Syndikalistischen Jugendverbund (SUF) organisiert. Die SUF wird den Hauptbahnhof Centralstationen und die AFA wird die Station daneben, Karlbergs Station, blockieren. Dies sind die wichtigsten Treffpunkte der Nazis, die nach Salem fahren wollen.
Die große Bündnissdemonstration von Gewerkschaften, linken Parteien, Migrantengruppen und der außerparlamentarischen Linken wird um 13.00 am Normalmstorg Platz in der Innenstadt Stockholms beginnen und endet um 14.30 am Norra Bantorget Platz, wo Ansprachen gehalten werden und ein Kulturprogramm stattfinden wird.
Die Nazis werden nicht nach Salem durchkommen!
Kommt alle am 10. Dezember nach Stockholm und unterstützt uns bei der Verhinderung des Naziaufmarsches!
Weitere Informationen auch unter:
Antifaschistische Aktion - Antifascistisk Aktion
www.antifa.se
Netswerk gegen Rasissmus - Nätverket Mot Rasism
www.nmr.nu
Syndikalistisches Jugendverbund – Syndikalistiska Ungdomsförbundet
www.suf.cc
Zusammen gegen den Naziaufmarsch in Salem/Schweden

Am 9. Dezember 2000 kam im Stockholmer Vorort Salem der junge Nazisympathisant Daniel Wretström bei einer Auseinandersetzung mit MigrantInnen ums Leben. Dieses Ereignis ist in den letzten Jahren zu einem zentralen Datum für skandinavische Neonazis geworden. Die Nazis, unter ihnen die Organisatoren des Mordes an dem Gewerkschafter Björn Söderberg, wussten die Situation für sich zu nutzen: Sie machten aus Daniel Wretström einen Märtyrer und schafften dadurch ein symbolisches Datum, an dem alle Nazis zu einem gemeinsamen Aufmarsch mobilisiert werden können.
Zu den seitdem jährlich stattfindenden Aufmärschen Anfang Dezember kommen über tausend Nazis aus Schweden und mehreren Nachbarländern. Da es ihnen anfangs gelang, ihren Aufmarsch als einen Trauermarsch darzustellen, haben weder Polizei noch Gemeindeverwaltung reagiert.
Der Aufmarsch in Salem ist sehr wichtig für die skandinavische Nazibewegung. Dort können die Neonazis neue, junge Leute mobilisieren und sich mit Gleichgesinnten aus anderen Ländern, vermehrt auch aus Deutschland, treffen. So haben die schwedischen Nazis im Zusammenhang mit der Wunsiedel-Mobilisierung in diesem Jahr bei den Freien Kameradschaften und der NPD massiv Werbung für den Salem-Marsch gemacht. Sie wollen, dass sich in Salem der größte nordeuropäische Naziaufmarsch entwickelt. Das müssen wir zusammen verhindern!
Von Beginn an gab es Widerstand gegen den Naziaufmarsch. Die AFA (Antifascistisk Aktion) - Gruppen aus ganz Schweden organisierten zusammen mit einem breiten Bündnis von Parteien, außerparlamentarischen Gruppen und Gewerkschaften große Gegendemonstrationen. Die größte Nazidemo in Schweden seit Kriegsende sollte blockiert und der Widerstand dagegen auf die Straße getragen werden.
Im Jahr 2004 gab es über den ganzen Tag verteilt Anti-Nazi-Demonstrationen in der Innenstadt von Stockholm. An diesen beteiligten sich 3.000 bis 4.000 Leute aus den unterschiedlichen linken Spektren. Tagsüber wurde der Zentralbahnhof von den skandinavischen AFA - Gruppen und anderen Linken blockiert, um die Nazis nicht nach Salem fahren zu lassen.
2005 wird es eine zentrale Demonstration in der Stadtmitte Stockholms mit einem noch größeren linken Bündnis als im letzten Jahr geben. Dies wird verbunden mit zwei Blockaden der Anreise und der Treffpunkte der Neonazis.
Die Blockaden finden um 14.00 Uhr statt und werden von der Antifaschistischen Aktion Schweden (AFA) und dem Syndikalistischen Jugendverbund (SUF) organisiert. Die SUF wird den Hauptbahnhof Centralstationen und die AFA wird die Station daneben, Karlbergs Station, blockieren. Dies sind die wichtigsten Treffpunkte der Nazis, die nach Salem fahren wollen.
Die große Bündnissdemonstration von Gewerkschaften, linken Parteien, Migrantengruppen und der außerparlamentarischen Linken wird um 13.00 am Normalmstorg Platz in der Innenstadt Stockholms beginnen und endet um 14.30 am Norra Bantorget Platz, wo Ansprachen gehalten werden und ein Kulturprogramm stattfinden wird.
Die Nazis werden nicht nach Salem durchkommen!
Kommt alle am 10. Dezember nach Stockholm und unterstützt uns bei der Verhinderung des Naziaufmarsches!
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