11. September 2005
In den letzten Wochen häufen sich Übergriffe der
Berliner Polizei. So wurden am 20. August zahlreiche
Antifaschisten verletzt, die gegen einen
Neonazi-Aufmarsch protestierten. In der Diskothek
„Jeton" im Bezirk Friedrichshain arrangierten
SEK-Beamte in der darauf folgenden Nacht eine völlig
unverhältnismäßige Razzia gegen Sympathisanten des
Fußballvereins BFC. Am 26. August stürmte eine
Einsatzhundertschaft aus unerfindlichen Gründen ein
studentisches Protestcamp in Berlin-Reinickendorf.
Insbesondere im Vorgehen gegen linke Vereinigungen in
der Hauptstadt zeigt sich in jüngster Zeit eine neue
Qualität politisch motivierter Polizeieinsätze. Den
vorläufigen Höhepunkt bildeten die gewaltsame
Auflösung einer „Antifa-Party" im Café „Subversiv" in
Berlin-Mitte sowie gleichzeitige Durchsuchungen von
sechs weiteren Büroräumen sowie Privatwohnungen durch
mehr als 300 Einsatzkräfte der Polizei. Anlass war,
dass in der Werbung für die Party auf der
Internetseite www.antifa.de ein Cocktail pro mit
gebrachtem NPD-Plakat versprochen wurde und die
Aufforderung erging, rechtsextreme Propaganda
couragiert „in Müllsäcken" zu entsorgen. Während der
Maßnahme wurden Betroffene wie Schwerverbrecher
behandelt. SEK-Beamte stürmten mit vorgehaltener Waffe
Wohnungen, zerstörten Einrichtungsgegenstände und
beschlagnahmten Computer, CDs und persönliche
Unterlagen - teils von gänzlich Unbeteiligten. Bei
diesen Razzien sollten laut Durchsuchungsbeschluss
Beweise für einen „übersteigerten Hass gegen die NPD"
gefunden werden. In einer Zeit, in der die rechte
Szene wieder zunehmend selbstbewusster auftritt und
rechte Straftaten um ein vielfaches gestiegen sind,
geht der Polizeiapparat in erster Linie rigide gegen
engagierte Antifaschisten vor. Trotz heftiger Kritik
von Parlamentariern der „Grünen", der
„Linkspartei.PDS" sowie ziemlich allen
antifaschistischen Initiativen aus der Bundesrepublik
ist die Berliner Polizeiführung bisher zu keiner
Stellungnahme bereit. Am Montag will sich dennoch
erstmals der Innenausschuss mit den Vorgängen
beschäftigen.
Unterdessen bereitet die Antifaschistische Linke
Berlin mit Hunderten - teils sehr prominenten -
Unterstützern aus Politik, Kultur, Musikbusiness und
Zivilgesellschaft eine große „Gala gegen Rechts" vor.
Diese wird am kommenden Freitag, dem 16. September, ab
21 Uhr im „Statthaus Böcklerpark" (U-Bhf.
Prinzenstraße) stattfinden. Erwartet werden mehr als
800 Gäste. Ein Kulturprogramm mit Bandauftritten und
Vorträgen wird sich an alle richten, die sich nicht
von der Polizei verbieten lassen wollen, gegen die
Verbreitung rassistischer Hetze vorzugehen. Deshalb
wird zum einen die Solidarisierung mit all den
Menschen im Vordergrund stehen, welche sich gegen die
Ausbreitung des Rechtsextremismus zur Wehr setzen und
deshalb politischer Repression ausgesetzt sind. Zum
anderen werden die Besucher an einer großen
„Nazi-Müll-Entsorgungsaktion" teilhaben können.
Dementsprechend winkt für jedes mitgebrachte NPD- oder
REP-Plakat oder für jede NPD-Schulhof-CD ein
Freigetränk.
Ein Sprecher der ALB erklärte: „Mit der Gala wollen
wir und die vielen Unterstützer ein sichtbares Zeichen
gegen Nazis und Polizeiwillkür in der Hauptstadt
setzen. Ein derart politisch motivierter
Kriminalisierungsversuch darf nicht unter den Teppich
gekehrt werden. Der Welle von Übergriffen gegen Linke
setzten wir eine große Solidarisierungswelle entgegen.
Inzwischen sehen nicht nur wir uns geradezu
herausgefordert, die Aktion gegen rechtsextreme
Plakate auszuweiten und rufen dazu auf, wo immer einem
Nazi-Propaganda im Alltag begegnet, diese fachgerecht
zu entsorgen."
Mehr Infos, Solidarisierungserklärungen etc. unter:
www.antifa.de und www.linxlists.de
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Reyersbach / Antifaschistische Linke Berlin
[ALB]
Antifa-Gala am 16.9.2005, Einlass ab 21.00 Uhr
im Statthaus Böcklerpark, Berlin-Kreuzberg U-Bhf. Prinzenstr.
PM zur Antifa-Gala am 16.9.
Große Anti-Nazi-Gala gegen die Kriminalisierung antifaschistischen Engagements in Berlin.
Prominente Unterstützer aus Politik und Kultur kritisieren schwere Eingriffe in Grundrechte.
Prominente Unterstützer aus Politik und Kultur kritisieren schwere Eingriffe in Grundrechte.
In den letzten Wochen häufen sich Übergriffe der
Berliner Polizei. So wurden am 20. August zahlreiche
Antifaschisten verletzt, die gegen einen
Neonazi-Aufmarsch protestierten. In der Diskothek
„Jeton" im Bezirk Friedrichshain arrangierten
SEK-Beamte in der darauf folgenden Nacht eine völlig
unverhältnismäßige Razzia gegen Sympathisanten des
Fußballvereins BFC. Am 26. August stürmte eine
Einsatzhundertschaft aus unerfindlichen Gründen ein
studentisches Protestcamp in Berlin-Reinickendorf.
Insbesondere im Vorgehen gegen linke Vereinigungen in
der Hauptstadt zeigt sich in jüngster Zeit eine neue
Qualität politisch motivierter Polizeieinsätze. Den
vorläufigen Höhepunkt bildeten die gewaltsame
Auflösung einer „Antifa-Party" im Café „Subversiv" in
Berlin-Mitte sowie gleichzeitige Durchsuchungen von
sechs weiteren Büroräumen sowie Privatwohnungen durch
mehr als 300 Einsatzkräfte der Polizei. Anlass war,
dass in der Werbung für die Party auf der
Internetseite www.antifa.de ein Cocktail pro mit
gebrachtem NPD-Plakat versprochen wurde und die
Aufforderung erging, rechtsextreme Propaganda
couragiert „in Müllsäcken" zu entsorgen. Während der
Maßnahme wurden Betroffene wie Schwerverbrecher
behandelt. SEK-Beamte stürmten mit vorgehaltener Waffe
Wohnungen, zerstörten Einrichtungsgegenstände und
beschlagnahmten Computer, CDs und persönliche
Unterlagen - teils von gänzlich Unbeteiligten. Bei
diesen Razzien sollten laut Durchsuchungsbeschluss
Beweise für einen „übersteigerten Hass gegen die NPD"
gefunden werden. In einer Zeit, in der die rechte
Szene wieder zunehmend selbstbewusster auftritt und
rechte Straftaten um ein vielfaches gestiegen sind,
geht der Polizeiapparat in erster Linie rigide gegen
engagierte Antifaschisten vor. Trotz heftiger Kritik
von Parlamentariern der „Grünen", der
„Linkspartei.PDS" sowie ziemlich allen
antifaschistischen Initiativen aus der Bundesrepublik
ist die Berliner Polizeiführung bisher zu keiner
Stellungnahme bereit. Am Montag will sich dennoch
erstmals der Innenausschuss mit den Vorgängen
beschäftigen.
Unterdessen bereitet die Antifaschistische Linke
Berlin mit Hunderten - teils sehr prominenten -
Unterstützern aus Politik, Kultur, Musikbusiness und
Zivilgesellschaft eine große „Gala gegen Rechts" vor.
Diese wird am kommenden Freitag, dem 16. September, ab
21 Uhr im „Statthaus Böcklerpark" (U-Bhf.
Prinzenstraße) stattfinden. Erwartet werden mehr als
800 Gäste. Ein Kulturprogramm mit Bandauftritten und
Vorträgen wird sich an alle richten, die sich nicht
von der Polizei verbieten lassen wollen, gegen die
Verbreitung rassistischer Hetze vorzugehen. Deshalb
wird zum einen die Solidarisierung mit all den
Menschen im Vordergrund stehen, welche sich gegen die
Ausbreitung des Rechtsextremismus zur Wehr setzen und
deshalb politischer Repression ausgesetzt sind. Zum
anderen werden die Besucher an einer großen
„Nazi-Müll-Entsorgungsaktion" teilhaben können.
Dementsprechend winkt für jedes mitgebrachte NPD- oder
REP-Plakat oder für jede NPD-Schulhof-CD ein
Freigetränk.
Ein Sprecher der ALB erklärte: „Mit der Gala wollen
wir und die vielen Unterstützer ein sichtbares Zeichen
gegen Nazis und Polizeiwillkür in der Hauptstadt
setzen. Ein derart politisch motivierter
Kriminalisierungsversuch darf nicht unter den Teppich
gekehrt werden. Der Welle von Übergriffen gegen Linke
setzten wir eine große Solidarisierungswelle entgegen.
Inzwischen sehen nicht nur wir uns geradezu
herausgefordert, die Aktion gegen rechtsextreme
Plakate auszuweiten und rufen dazu auf, wo immer einem
Nazi-Propaganda im Alltag begegnet, diese fachgerecht
zu entsorgen."
Mehr Infos, Solidarisierungserklärungen etc. unter:
www.antifa.de und www.linxlists.de
Mit freundlichen Grüßen
Johannes Reyersbach / Antifaschistische Linke Berlin
[ALB]
Antifa-Gala am 16.9.2005, Einlass ab 21.00 Uhr
im Statthaus Böcklerpark, Berlin-Kreuzberg U-Bhf. Prinzenstr.
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3. Stellungnahme der ALB
Am 3. März 2012 wurde auf Indymedia (Open Posting und linksunten) gegen eine Frau, die unserer Gruppe zugeordnet wurde, der Vorwurf veröffentlicht, sie sei als Informantin für das Bundesamt für Verfassungsschutz tätig gewesen. Nach unseren Stellungnahmen vom 4.3.2012 und vom 12.3.2012 dokumentieren wir nun, wie wir mit diesem Spitzelvorwurf umgegangen sind und…
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Antiberliner
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NEU: Antiberliner zur Schuldenkrise
Schwerpunkte der 31. Ausgabe des Antiberliners sind die Schuldenkrise, aber auch das doppelgesichtige Verhältnis des Staates zu sozialen Bewegungen wie Occupy, S21, Anti-Atom und anderen. Außerdem befasst sich ein Artikel mit weiblichen Rollenklischees im Profisport. Auf der Antifa-Seite wird…
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Hintergrundinfos und Broschüren
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Türkei/Kurdistan: Hinter Gittern
Als Reaktion auf die andauernden Massenverhaftungen von prokurdischen PolitikerInnen und Aktiven in der Türkei wurde die Kampagne Demokratie hinter Gittern.Die Kampagne kritisiert die seit Frühjahr 2009 andauernden Massenverhaftungen von mehr als 8.000 Personen, darunter BürgermeisterInnen,…
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Broschüre "Total Extrem" als PDF
In einer neuen Broschüre "Total Extrem" [PDF] informiert die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) über die so genannte Totalitarismus- und Extremismusideologie. Diese setzt Links und Rechts gleich, verharmlost so die Gefahr von Neonazismus und ist explizit gegen linke,…
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Zwei Schritte vor in Dortmund
Auswertung von Dortmund stellt sich quer zu den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch zum sog. „nationalen Antikriegstag“ am 3. September 2011 [Text als PDF].Am 3. September 2011 zogen mehrere hundert Neonazis durch die Dortmunder…
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NSU, NPD und Innenministerium
Überraschung: Über 13 Jahre lang zieht eine Neonazi-Bande mordend durchs Land, zum Finale Grande erschießen sich die zwei männlichen Mitglieder der Terrorzelle, stecken Beute und Fluchtfahrzeug ihres letzten Banküberfalls in Brand und die dritte im Bund versucht den letzten…
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Kampangne: War starts here
Markieren, Blockieren und Sabotieren. Kampagne gegen die kriegerische NormalitätWir rufen auf, aktiv einzugreifen in die kriegerische Normalität und die zahllosen zivilmilitärischen Verflechtungen. Der Fokus unserer Kampagne liegt auf der erweiterten Infrastruktur und der ideologischen Legitimierung von militärischer Gewalt.…
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Trauer um Spanienkämpfer Teppich
Am 25. Februar 2012 verstarb der antifaschistische Widerstandskämpfer Fritz Teppich in Berlin. Mit ihm starb der letzte in Deutschland lebende Spanienkämpfer.Mit 18 Jahren ging Fritz Teppich nach Spanien und kämpfe bei den Internationalen Brigaden gegen spaniens…
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Vor 70 Jahren: Krieg gegen die SU
Vor 70 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel Nazi-Deutschland die Sowjetunion. Für die dortige Bevölkerung begann ein fast vierjähriger Überlebenskampf: Die "jüdisch-bolschewistische" Staats- und Gesellschaftsordnung sollte ausgerottet werden. Die Sowjetbürger waren den den Jagd- und Mordkommandos der Wehrmacht ausgesetzt.…
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Heft zu Krieg, Krise & Kapitalismus
Deutschland führt seit Langem wieder Krieg. Die Bundeswehr ist aktuell mit über 6 500 Soldaten weltweit an Kriegseinsätzen beteiligt. In Afghanistan, im Kosovo und vor der Küste Somalias setzt sie die Interessen des deutschen Kapitals durch und sichert den…
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Broschüre: 100 Jahre Frauentag
Begleitend zu Aktivitäten rund um den 8. März 2011, dem 100. Internationalen Frauentag, hat ein Bündnis linksradikaler, sozialistischer und kommunistischer Gruppen eine Broschüre zur Geschichte und zu aktuellen Kämpfen erarbeitet. Das Heft soll grade jüngeren Genossinnen und Genossen den Einstieg in das…
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Neu: Heft zum Afghanistan-Krieg
Anlässlich der Mobilisierung gegen die SiKo und die Mandatsverlängerung 2011 gibt es eine Neuauflage einer Broschüre zum Afghanistankrieg [PDF]. Das Heft - erstmalig im Jahr 2008 erschienen - beschäftigt sich unter anderem mit der aktuellen Situation in Afghanistan,…
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Broschüre zum mg-Verfahren
Nach drei Jahren Solidaritätsarbeit und der Verurteilung von Axel, Florian und Oliver wegen versuchter Brandstiftung an Bundeswehr-LKW im Berliner mg-Prozess legt das Einstellungsbündnis sein Resümee vor. Die Soli-Gruppe beschreibt unter anderem die verschiedenen Linien und Fallstricke der Soli-Arbeit, die…
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Neue Broschüre: Krisenanalyse
Die Berliner Gruppe ARAB hat zu ihrem fünfjährigen Bestehen eine Broschüre zum Thema Krisenanalyse herausgebracht. Die Broschüre beschäftigt sich mit der aktuellen kapitalistischen Krise und zeigt auf, wo der kapitalistische Irrsinn hinführt und wie eine linksradikale Antwort…
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Andrej Holm: Interview zu Mieten, Vertreibung und Gentrifizierung
Wir dokumentieren ein Gespräch mit Andrej Holm [twitter] über die Wohnungspolitik des "rot-roten" Senats in Berlin, die Privatisierung der "GSW Immobilien AG", Gentrifizierung, Baugruppen und die Räumung der ehemals besetzten »Liebig 14«. Das Interview…
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Mitglied werden in der Roten Hilfe
Die Rote Hilfe ist eine strömungsübergreife Solidaritäts- und Antirepressionsorganisation. Sie informiert über Verfolgung gegen Linke in der BRD und international. Zudem unterstützt sie Personen, die von Repression betroffen sind. Sie steht euch mit Beratung, anwaltlicher Betreuung…
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Debatte: Krise, Protest, Widerstand
Wir dokumentieren einen Beitrag des Historikers und Sozialforschers Karl Heinz Roth unter dem Titel Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven.Der Beitrag beschreibt wissenschaftlich, ausführlich und doch kompakt und verständlich die Hintergründe…
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