29. August 2012

20 Jahre Silvio: Bundesweite Demo

geschrieben von Antifaschistische Linke Berlin
Seit 20 Jahren kämpfen (autonome) Antifaschist_innen um die Erinnerung an Silvio Meier. Der Friedrichshainer Antifaschist und Hausbesetzer wurde am 21.11.1992 von Neonazis erstochen, nachdem er sie aufgefordert hatte, ihre aufgenähte faschistische Propaganda zu entfernen. Jährlich findet die Silvio-Meier-Demonstration und eine Gedenkmahnwache statt. In diesem Jahr wird eine Straße nach Silvio-Meier benannt.

Für antifaschistischen Selbstschutz!
Faschisten bekämpfen – Verfassungsschutz auflösen!

Bundesweite Antifa-Demo in Berlin:
Samstag | 24. November 2012 | 15 Uhr | U-Bhf. Samariterstraße


Infos: Aufrufsilvio-meier.tk | Silvio-Meier-Ini | Interview mit Silvio | Archiv auf antifa.de 

Anreise per Bus aus Frankfurt/Main: Infos bei der Jugend-Antifa Frankfurt am Main

Anreise per Zug aus Hamurg und Umgebung: 10 Uhr | Hauptbahnhof Reisezentrum


(Info)Veranstaltungen
• Montag | 12.11. | Rostock | 20 Uhr | Café Median | Niklotstraße 5/6
• Donnerstag | 15.11. | Hamburg | 19.30 Uhr | Gängeviertel | Valentinskamp 35-39
• Dienstag | 20.11. | Magdeburg | 19 Uhr | Infoalden [Salbke] | Alt Salbe 144 (AK Antifa)
• Dienstag | 20.11. | Berlin | 19 Uhr | [widerstands]museum | Rigaerstr. 9-10 |
(mehr: hier)


Die Gefahr, welche von Faschisten ausgeht, ist ungebrochen. Die Morde des »Nationalsozialistischen Untergrund (NSU)« sind hierbei nur der traurige Höhepunkt von insgesamt 183 Opfern rechter Gewalt seit 1990. Besonders perfide erscheint das blutige Treiben des Nazi-Trios deshalb, weil der Verfassungsschutz in die Machenschaften des NSU verstrickt war, diesen mitfinanzierte und sich heute im Schreddern von Akten im großen Stil übt. Auch die Polizei dachte während der Mordserie an insgesamt neun Migranten nicht daran, im Nazimilieu zu ermitteln; stattdessen war die Sonderkommission schon durch ihre Bezeichnung (»Bosporus«) rassistisch aufgeladen. Nach der Logik deutscher Polizeibeamter konnten sich die »Döner-Morde« nur im »migrantischen Drogenmilieu« abgespielt haben. Eine durchaus vorteilhafte Herangehensweise für den NSU, da ein Weiteragieren erheblich erleichtert wurde.

Vor dem Hintergrund rassistisch-nationalistischer Hetze der 1990er Jahre in Staat und Gesellschaft – als direkte Folge der »Wiedervereinigung« – ist es fast logisch, dass Bönhardt, Mundlos und Zschäpe ihre brutalen Nazi-Aktivitäten damals starteten. In diese Zeit fallen auch Pogrome von Hoyerswerda (1991) oder Rostock (1992), die faktische Abschaffung des Asylrechts für Flüchtlinge (1993). Eine Zeit also, in der politisch Verantwortliche, Polizei- und Sicherheitsapparat zusammen mit einem erheblichen Teil der Bevölkerung damit beschäftigt waren Rassismus und Nationalismus zu manifestierten und somit wesentlichen Entwicklungen, wie beispielsweise die vor einem Jahr aufgeflogenen Terrorakte des NSU, Vorschub leisteten.

Die schon damals von Antifaschist_innen zugespitzte Parole »Staat und Nazis Hand in Hand« lag und liegt oftmals traurig nah an der Realität!

Der Schwarze Kanal



Blockupy: 31.5./1.6. | Frankfurt/Main



Antifa-Demo: 24. Mai | 18 Uhr | S-Bhf Buch

www.antifa-versand.de
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jW