09. November 2011

Echte Demokratie statt Kapitalismus!

geschrieben von Antifaschistische Linke Berlin
Zur „Rettung des Euro“ jagt derzeit ein Krisengipfel den Nächsten. Ein Ende der Krise ist dennoch nicht in Sicht. Die Antworten der Regierungen erschöpfen sich darin, neue hunderte Milliarden schwere „Rettungsschirme“ für verschuldete Staaten zu spannen, um radikalen Sozialabbau in der ganzen EU durch-zusetzen. Die Ursache der Krise sind aber nicht die Menschen in Südeuropa, die angeblich über ihre Verhältnisse gelebt haben. Das kapital-istische Wirtschaftssystem und das Europa der Banken und Konzerne stecken hinter der Krise.

Occupy Bundestag: 12.11. | 12.30 | Hauptbahnhof/Washington Platz

Die „Rettungsschirme für den Euro“ retten die Gläubiger der Staaten, die Banken und Vermögensbesitzer mit Steuergeldern – nachdem diese an der wachsenden Staatsverschuldung verdient haben. Dabei sind die Staatsschulden durch die Bankenrettung 2008, durch jahrelange Steuergeschenke an Vermögende und Konzerne, durch Arbeitslosigkeit und Niedriglöhne gestiegen.

Jetzt sollen die Schulden auf dem Rücken von Arbeitslosen, Beschäftigten, RentnerInnen, jungen Prekären und MigrantInnen abgebaut werden. Im Interesse der Finanzmärkte und Konzerne zwingen EU und IWF den Menschen in den sogenannten „Schuldenstaaten“ Entlassungen, Lohnsenkungen, Privatisierungen und massive Kürzungen im Gesundheits- und Bildungssystem auf. Armut und Arbeitslosigkeit wachsen - dadurch wird die Wirtschaftskrise verschärft, die Staatsschulden steigen weiter trotz sozialen Kahlschlags.

Die Bundesregierung spielt sich derzeit als Retter Europas auf und fordert weiteren Sozialabbau in anderen EU-Staaten. Dabei haben jahrelange Lohnsenkungen, Anstieg prekärer Jobs, Hartz 4 und Sozialabbau in Deutschland wesentlich zur Krise in Europa beigetragen. Länder wie Griechenland wurden durch das deutsche Lohn- und Sozialdumping in der Konkurrenz abgehängt. Mit den Staatsausgaben der heutigen „Krisenstaaten“ wurden auch die Kassen deutscher Industrie- und Rüstungskonzerne gefüllt.

Die Superreichen sind durch die Krise noch reicher geworden, die Macht der Banken, Konzerne und Finanzmärkte ist weiter gewachsen. Andere Geschäftsregeln für Banken und eine Besteuerung von Finanzgeschäften alleine reichen nicht aus, um zu verhindern, dass die Mehrheit der Menschen für die Krise zahlt, während die Profite steigen. Banken und Konzerne sind heute eng miteinander verflochten. Die Aufblähung der Finanzmärkte ist die direkte Folge der schnellen Jagd der Konzerne nach höheren Profiten. Wir müssen die Banken, Konzerne und Vermögensbesitzer entmachten und die Spardiktate von EU, IWF und EZB stoppen!

Wir fordern:

  • Die Profiteure der Krise zur Kasse: Ein Teil der Staatsschuldenpapiere gehört Vermögenden und Anteilseignern von Banken. Wir fordern eine Offenlegung der Schulden und eine Streichung eines Grossteils der Staatsschulden! Die Profiteure der Krise müssen zahlen, nicht die Bevölkerungen in den verschuldeten Staaten!
  • Enteignung und Vergesellschaftung der Banken: Einführung eines öffentlichen Bankensektors unter demokratischer Kontrolle!
  • Konzernmacht brechen: Überführung von Großkonzernen in öffentliches Eigentum unter demokratischer Kontrolle !
  • Statt unsozialer Kürzungspolitik - Abschaffung der Schuldenbremse und radikale Umverteilung des Reichtums!
  • Höhere Steuern auf Unternehmensgewinne und private Vermögen - Einführung einer Vermögens- und Millionärsteuer!
  • Hartz IV abschaffen! Für die Einführung eines existenzsichernden Mindesteinkommen!
  • Rücknahme der „Rente mit 67“ und Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich!

Sie vertreten uns nicht - Occupy Börsen, Banken und Bundestag!

Die Krise ist global, es kann keine nationalen Lösungen geben. Wir brauchen eine globale Bewegung der 99% - derjenigen die von der herrschenden Politik nicht vertreten werden! In den USA, Griechenland, Spanien und Italien wehren sich die Menschen mit Streiks und Platzbesetzungen gegen den Raub ihrer Zukunft und Würde. Weltweit gehen Menschen für eine echte Demokratie und Alternativen zum Kapitalismus auf die Straße. Wir müssen selbst aktiv werden. Solidarisieren wir uns mit den Streikbewegungen an der Charité und den Bildungsstreiks - kämpfen wir gemeinsam für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen! Zeigen wir den Herrschenden, dass immer weniger Menschen bereit sind zu schweigen!

Echte Demokratie - das geht nur ohne Kapitalismus!

Rücken wir Politikern und Banken auf die Pelle: am 12.11.11 im Bankenviertel in Frankfurt/Main und im Regierungsviertel in Berlin!

Bundestagsumzingelung: Samstag 12.11.2011, 12.30 Uhr Hauptbahnhof / Washington Platz

Gemeinsam mit Zehntausenden wollen wir den Bundestag mit einer Menschenkette umzingeln. Zu der Aktion rufen u.a. Attac, Gewerkschaften, Inititiativen der Occupy-Bewegung und das Berliner Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“ auf.

Bündnis „Wir zahlen nicht für eure Krise“ Berlin

  • 3. Stellungnahme der ALB

    Am 3. März 2012 wurde auf Indymedia (Open Posting und linksunten) gegen eine Frau, die unserer Gruppe zugeordnet wurde, der Vorwurf veröffentlicht, sie sei als Informantin für das Bundesamt für Verfassungsschutz tätig gewesen. Nach unseren Stellungnahmen vom 4.3.2012 und vom 12.3.2012 dokumentieren wir nun, wie wir mit diesem Spitzelvorwurf umgegangen sind und…


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www.antifa-versand.de

www.european-resistance.org

Antiberliner

  • NEU: Antiberliner zur Schuldenkrise

    Schwerpunkte der 31. Ausgabe des Antiberliners sind die Schuldenkrise, aber auch das doppelgesichtige Verhältnis des Staates zu sozialen Bewegungen wie Occupy, S21, Anti-Atom und anderen. Außerdem befasst sich ein Artikel mit weiblichen Rollenklischees im Profisport. Auf der Antifa-Seite wird…


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Sachsen Dreht FreiStaat

Freiheit für Sonja und Christian

Freiheit für Deniz!

Hintergrundinfos und Broschüren

  • Türkei/Kurdistan: Hinter Gittern

    Als Re­ak­ti­on auf die an­dau­ern­den Mas­sen­ver­haf­tun­gen von pro­kur­di­schen Po­li­ti­ke­rIn­nen und Aktiven in der Tür­kei wurde die Kam­pa­gne De­mo­kra­tie hin­ter Git­tern.Die Kam­pa­gne kri­ti­siert die seit Früh­jahr 2009 an­dau­ern­den Mas­sen­ver­haf­tun­gen von mehr als 8.000 Personen, darunter Bür­ger­meis­te­rIn­nen,…


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  • Broschüre "Total Extrem" als PDF

    In einer neuen Broschüre "Total Extrem" [PDF] informiert die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) über die so genannte Totalitarismus- und Extremismusideologie. Diese setzt Links und Rechts gleich, verharmlost so die Gefahr von Neonazismus und ist explizit gegen linke,…


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  • Zwei Schritte vor in Dortmund

    Auswertung von Dortmund stellt sich quer zu den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch zum sog. „nationalen Antikriegstag“ am 3. September 2011 [Text als PDF].Am 3. September 2011 zogen mehrere hundert Neonazis durch die Dortmunder…


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  • NSU, NPD und Innenministerium

    Überraschung: Über 13 Jahre lang zieht eine Neonazi-Bande mordend durchs Land, zum Finale Grande erschießen sich die zwei männlichen Mitglieder der Terrorzelle, stecken Beute und Fluchtfahrzeug ihres letzten Banküberfalls in Brand und die dritte im Bund versucht den letzten…


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  • Kampangne: War starts here

    Markieren, Blockieren und Sabotieren. Kampagne gegen die kriegerische NormalitätWir rufen auf, aktiv einzugreifen in die kriegerische Normalität und die zahllosen zivilmilitärischen Verflechtungen. Der Fokus unserer Kampagne liegt auf der erweiterten Infrastruktur und der ideologischen Legitimierung von militärischer Gewalt.…


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  • Trauer um Spanienkämpfer Teppich

    Am 25. Februar 2012 verstarb der antifaschistische Widerstandskämpfer Fritz Teppich in Berlin. Mit ihm starb der letzte in Deutschland lebende Spanienkämpfer.Mit 18 Jahren ging Fritz Teppich nach Spanien und kämpfe bei den Internationalen Brigaden gegen spaniens…


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  • Vor 70 Jahren: Krieg gegen die SU

    Vor 70 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel Nazi-Deutschland die Sowjetunion. Für die dortige Bevölkerung begann ein fast vierjähriger Überlebenskampf: Die "jüdisch-bolschewistische" Staats- und Gesellschaftsordnung sollte ausgerottet werden. Die Sowjetbürger waren den den Jagd- und Mordkommandos der Wehrmacht ausgesetzt.…


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    Deutschland führt seit Langem wieder Krieg. Die Bundeswehr ist aktuell mit über 6 500 Soldaten weltweit an Kriegseinsätzen beteiligt. In Afghanistan, im Kosovo und vor der Küste Somalias setzt sie die Interessen des deutschen Kapitals durch und sichert den…


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  • Broschüre: 100 Jahre Frauentag

    Begleitend zu Aktivitäten rund um den 8. März 2011, dem 100. Internationalen Frauentag, hat ein Bündnis linksradikaler, sozialistischer und kommunistischer Gruppen eine Broschüre zur Geschichte und zu aktuellen Kämpfen erarbeitet. Das Heft soll grade jüngeren Genossinnen und Genossen den Einstieg in das…


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  • Neu: Heft zum Afghanistan-Krieg

    Anlässlich der Mobilisierung gegen die SiKo und die Mandatsverlängerung 2011 gibt es eine Neuauflage einer Broschüre zum Afghanistankrieg [PDF]. Das Heft - erstmalig im Jahr 2008 erschienen - beschäftigt sich unter anderem mit der aktuellen Situation in Afghanistan,…


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  • Broschüre zum mg-Verfahren

    Nach drei Jahren Solidaritätsarbeit und der Verurteilung von Axel, Florian und Oliver wegen versuchter Brandstiftung an Bundeswehr-LKW im Berliner mg-Prozess legt das Einstellungsbündnis sein Resümee vor. Die Soli-Gruppe beschreibt unter anderem die verschiedenen Linien und Fallstricke der Soli-Arbeit, die…


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  • Neue Broschüre: Krisenanalyse

    Die Berliner Gruppe ARAB hat zu ihrem fünfjährigen Bestehen eine Broschüre zum Thema Krisenanalyse herausgebracht. Die Broschüre beschäftigt sich mit der aktuellen kapitalistischen Krise und zeigt auf, wo der kapitalistische Irrsinn hinführt und wie eine linksradikale Antwort…


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  • Mitglied werden in der Roten Hilfe

    Die Rote Hilfe ist eine strömungsübergreife Solidaritäts- und Antirepressionsorganisation. Sie informiert über Verfolgung gegen Linke in der BRD und international. Zudem unterstützt sie Personen, die von Repression betroffen sind. Sie steht euch mit Beratung, anwaltlicher Betreuung…


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  • Debatte: Krise, Protest, Widerstand

    Wir dokumentieren einen Beitrag des Historikers und Sozialforschers Karl Heinz Roth unter dem Titel Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven.Der Beitrag beschreibt wissenschaftlich, ausführlich und doch kompakt und verständlich die Hintergründe…


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antifa - Zeitung des VVN-BdA