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Die Aktion Castor? Schottern! plant Folgendes: "Gemeinsam mit tausenden von Menschen aus unterschiedlichstem politischem und sozialem Alltag wollen wir am Transporttag auf die Schienenstrecke gehen. Wir sind entschlossen die Strecke für den Atommüllzug unbefahrbar zu machen, massenhaft den Schotter aus dem Gleisbett zu entfernen, also die Gleise zu unterhöhlen und sie in kreative Weise unpassierbar zu machen."
Absichtserklärung - Kurzversion
Wir wenden uns an die Menschen, die schon seit vielen Jahren im Widerstand gegen Castortransporte aktiv sind; natürlich auch an die vielen Neuen, die in den letzten Jahren ihr Nein! zur Atomenergie auf die Straße getragen haben; an diejenigen, die massenhaft gegen den Sozialraub der Regierung protestierten; an die Zehntausende, die bundesweit etliche Naziaufmärsche entschlossen stoppten; an die Leute in Dörfern, in kleineren und größeren Städten, die nicht bereit sind, angesichts der herrschenden
Atom-Politik die Hände in den Schoß zu legen:
Gemeinsam mit Euch und hunderten, tausenden von Menschen wollen wir während des Castortransportesmit der großen Aktion „Castor Schottern!“, Steine aus dem Gleisbett räumen und damit dieCastorschiene im Wendland unbefahrbar machen.
Genug ist genug - gemeinsam kommen wir zum Zug
So als wäre nichts gewesen, soll im Herbst wieder hochradioaktiver Müll nach Gorleben verbracht werden. Hunderttausende von Menschen haben in den letzten Jahren ihr Nein! zu Atomkraft an vielen Orten öffentlich sichtbar gemacht. Die katastrophalen Zustände im Atomlager Asse und ständige Störfälle in Atomkraftwerken unterstreichen einmal mehr die unkalkulierbaren Gefahren der Atomtechnologie.
Trotz allem soll es heißen: Weiter so! Trotz allem sollen die Laufzeiten für AKWs verlängert werden. Trotz allem soll der Endlagerstandort Gorleben weiter ausgebaut werden! Es ist nun es an der Zeit, nicht nur das Nein! gegen die Atomenergie auf die Straße zu tragen, sondern beim Castor einen Schritt weiter zu gehen.
Unsere Aktion: Schottern
Gemeinsam mit hunderten, tausenden von Menschen, die aus unterschiedlichstem politischem und sozialem Alltag kommen, wollen wir am Transporttag auf die Schienenstrecke gehen.Wir sind entschlossen die Strecke für den Atommüllzug unbefahrbar zu machen, massenhaft den Schotter aus dem Gleisbett zu entfernen, also die Gleise zu unterhöhlen und sie in kreative Weise unpassierbar zu machen. Wir wählen für die Aktion einen Schienenabschnitt, an dem an diesem Tag kein Zugverkehr außer dem Castortransport stattfindet.
Es ist alles gesagt - es ist legitim zu handeln.
Wir wissen, dass unsere bewusste Veränderung der Castortransportstrecke nicht vom Gesetzbuch gedeckt ist. Dennoch ist unser Handel notwendig und legitim, um dieser menschengefährdenden Technologie Einhalt zu gebieten. Mit unserem Schottern wollen wir der Atomlobby den Boden entziehen, auf dem sie ihren Müll gegen den Willen der Bevölkerung durch die Lande schickt. Mit uns gibt es kein „Weiter so!“. Der Weg wird unterbrochen.
Massenhaft und Gemeinsam
Während der Aktion wollen wir eine Situation schaffen, die für alle daran Beteiligten transparent ist und in der die AktionsteilnehmerInnen solidarisch aufeinander achten und sich unterstützen. Um auf die Strecke zur kommen, werden wir gemeinsam Polizeiabsperrungen überwinden, umgehen oder durch sie hindurchfl ießen. Wir lassen uns nicht stoppen. Ziel unserer Aktion ist es, die Schiene unbrauchbar zu machen, und nicht, die Polizei anzugreifen. Unser wichtigster Schutz ist die massenhafte Beteiligung, unsere Vielfalt und Entschlossenheit: Während Hunderte oder Tausende die Schottersteine entfernen, werden andere durch den Einsatz körperschützender Materialien wie Luftmatratzen, Polster oder Planen die Schotternden schützen. Wir bleiben so lange auf der Schiene, bis diese unbefahrbar ist.
Wer sind wir?
Gruppen und Menschen aus der antiAtom-Bewegung, aus der Klimabewegung, aus globalisierungskritischen Netzwerken, aus der Antifa, aus verschiedenen Spektren der Linken und aus weiteren gesellschaftlichen Bereichen haben zu dieser Kampagne zusammengefunden. Als Teil des vielfältigen und bunten Widerstands im Wendland wollen wir unsere Erfahrungen aus den erfolgreichen Massenblockadeaktionen in Heiligendamm, Jena, Köln und Dresden einbringen. Wir verstehen uns solidarisch zu den anderen Aktionen des Protestes und Widerstands gegen den Castortransport.
Alle können sich beteiligen! Was können alle tun?
Damit unsere Aktion gelingt, wollen wir viele werden.
- Ihr kündigt an, dass Ihr bei „Castor schottern!“ mitmacht. Ihr/Eure Gruppe unterstützt die Aktion „Castor schottern!“ mit ihrem Namen.
- Ihr bildet Gruppen vor Ort und bereitet Euch gemeinsam auf die Aktion vor. Wir vermitteln Trainings für Aktionsgruppen. Meldet Euch bei uns.
- Ihr organisiert Veranstaltungen bei Euch vor Ort. Wir kommen gern zu Euch, erzählen über den Castor und Atomkraft und berichten über die Idee der Kampagne „Castor schottern!“
Tags: 2010, Castor, Atom, Gorleben, Castor Schottern, Wendland
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