09. August 2010
Am 29. Juli 2010 wurden zwei russische Antifas durch Sicherheitskräfte der Abteilung »Extremismusbekämpfung« festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen an einer Protestaktion in der Stadt Khimki nahe Moskau, bei der ein Haus der örtlichen Administration angegriffen wurde, teilgenommen zu haben. Bei den Festgenommenen handelt es sich um Alexej Gaskarow und Maxim Solopowa, beide sind bekannte libertärere Aktivisten und Antifaschisten. Ihnen wird »Hooliganismus« sowei Landfriedensbruch zu last gelegt, damit drohen ihnen Haftstrafen bis zu sieben Jahren. Seit dem 3. August 2010 sitzen beide in Untersuchungshaft fest.
Hintergründe zur Festnahme
Seit geraumer Zeit protestieren Umweltaktivist_innen, verschieden linke Gruppierungen und Antifas in dem Moskauer Vorort Khimki gegen den Bau einer Schnellstraße zwischen Moskau und St. Petersburg. Dem Bau der Mautstraße soll ein letztes in der nähe zu Moskau verbliebenes Waldstück zum Opfer fallen, obwohl alternative Streckenführung durchaus möglich wären. Doch die Region, der Bürgermeister und Geschäftsleute sowie der am Bau des 8 Millionen teuren Projekts beteiligte französische Vinci-Konzern haben andere Interessen.
Am 14. Juli 2010 startet ein Protestcamp von Öko_ Aktivist_innen gegen die Abholzung des Waldes. Das Camp wollte u.a. mit direkten Aktionen, wie die Blockade von Zuglinien eine Abholzung des Waldes verhindern. Am 23. Juli wurden Aktivist_innen und zwei Presseleute von zwei Dutzend, von der Baufirma bezahlten, weiß vermummten Nazi-Schlägern und angegriffen und verprügelt. Die alarmierte Polizei verhaftete jedoch nicht die Angreifer sondern die Umweltschützer_innen. Gegen dieses Vorgehen protestierten am 28. Juli in Khimki spontan 400 Demonstrant_innen. Unter ihnen eine Gruppe von etwa 70 Leuten, welche das Gebäude der Stadtverwaltung mit Axtschlägen, Steinen und Feuerwerkskörpern angriffen.
Am Tag darauf wurde Alexej Gaskarow zu einem Verhör auf die Polizeiwache bestellt und dort von Spezialabteilung für extremistische Gewalt festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht - ebenso der bekannte Antifaschist Maxim Solopow. Weder Verwandte noch Freunde wurden über die Festnahme unterreichtet. Maxim Solopow, so berichten Artikel im Netz, wurde gar unter dem Vorwant eines Interviews zu einer Moskauer Metrostation gelockt. Dort wurde er von Einheiten der Spezialkräfte festgenommen und nach Khimki gebracht. Noch in der selben Nacht durchsuchte die Polizei die Wohnungen der Aktivisten, ohne Zeugen und ohne Anfertigung von Beschlagnahmungslisten.
Warum Alexei und Maxim
Beide Antifaschisten sind in der russischen Öffentlichkeit, durch Zeitungs- und Radiointerviews präsent und damit auch den russischen Behörden wohl bekannt. Artikel im Netz, Forenbeiträge und Freunde der Festgenommenen gehen davon aus, dass ihre Bekanntheit maßgeblicher Grund für ihre Verhaftung ist. Da die Behörden für die Ausschreitungen in Khimiki dringend Täter präsentieren mußten - nachdem der öffentliche und Polizei-interne Druck zu hoch wurde. Denn die Spontandemo vom 28. Juli erzeugte durchaus mediale Wirkung, denn solche Aktionen gehören nicht zur Tagesordnung im autoritäre regierten Russland.
Alexej und Maxim sind jetzt im Knast, weil sie seit vielen Jahren die Positionen der Linken und der Antifa-Bewegung aktiv vertreten. Sie sitzen für uns alle. Und wenn wir heute unsere Solidarität nicht aktiv zeigen, wird es nicht nur ein großer Schlag für unsere Freunde, sondern für alle sozialen Bewegungen in Russland
Was kannst du tun?
Um die beiden Aktivisten zu unterstützen brauchen die Leute in Russland dringend Geld, Daher spendet bitte.
WebMoney (Mit Verwendungszweck: for Aleksey Gaskarov):
R113104516303 — Rubel
Z170280498291 — $
E318901103117 — Euro
Яндекс.Деньги
41001434285763
Яндекс.Деньги
41001434285763
Es wäre auch gut, die zuständigen Behörden daran zu erinnern, dass Alexej und Maxim nicht alleine gelassen werden. Dafür kann man die Behörden anrufen, anfaxen und E-Mails schicken.
Moscow Region Prosecutor's Office
Malyi Kiselnyi per., d. 5
107031 Moscow
Russian Federation
Mails: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst
Khimki Prosecutor's Office
ul. Mayakoskogo, d. 30
141400 Khimki, Moscow Region
Russian Federation
+7 (495) 571-6235
Khimki Department of Internal Affairs
ul. Gogolia, d. 6
141400 Khimki, Moscow Region
Russian Federation
+7 (495) 572-0202 (Duty Officer)
+7 (495) 572-1209 (Administrative Office)
Solikampagnen: Solianka | 19. Januar
Hintergrund-Infos: Indy
Protestbriefe in beiden Sprachen: Indy
Video der Aktion am 28. Juli: hier
Zwei russische Antifas in U-Haft

Hintergründe zur Festnahme
Seit geraumer Zeit protestieren Umweltaktivist_innen, verschieden linke Gruppierungen und Antifas in dem Moskauer Vorort Khimki gegen den Bau einer Schnellstraße zwischen Moskau und St. Petersburg. Dem Bau der Mautstraße soll ein letztes in der nähe zu Moskau verbliebenes Waldstück zum Opfer fallen, obwohl alternative Streckenführung durchaus möglich wären. Doch die Region, der Bürgermeister und Geschäftsleute sowie der am Bau des 8 Millionen teuren Projekts beteiligte französische Vinci-Konzern haben andere Interessen.
Am 14. Juli 2010 startet ein Protestcamp von Öko_ Aktivist_innen gegen die Abholzung des Waldes. Das Camp wollte u.a. mit direkten Aktionen, wie die Blockade von Zuglinien eine Abholzung des Waldes verhindern. Am 23. Juli wurden Aktivist_innen und zwei Presseleute von zwei Dutzend, von der Baufirma bezahlten, weiß vermummten Nazi-Schlägern und angegriffen und verprügelt. Die alarmierte Polizei verhaftete jedoch nicht die Angreifer sondern die Umweltschützer_innen. Gegen dieses Vorgehen protestierten am 28. Juli in Khimki spontan 400 Demonstrant_innen. Unter ihnen eine Gruppe von etwa 70 Leuten, welche das Gebäude der Stadtverwaltung mit Axtschlägen, Steinen und Feuerwerkskörpern angriffen.
Am Tag darauf wurde Alexej Gaskarow zu einem Verhör auf die Polizeiwache bestellt und dort von Spezialabteilung für extremistische Gewalt festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht - ebenso der bekannte Antifaschist Maxim Solopow. Weder Verwandte noch Freunde wurden über die Festnahme unterreichtet. Maxim Solopow, so berichten Artikel im Netz, wurde gar unter dem Vorwant eines Interviews zu einer Moskauer Metrostation gelockt. Dort wurde er von Einheiten der Spezialkräfte festgenommen und nach Khimki gebracht. Noch in der selben Nacht durchsuchte die Polizei die Wohnungen der Aktivisten, ohne Zeugen und ohne Anfertigung von Beschlagnahmungslisten.
Warum Alexei und Maxim
Beide Antifaschisten sind in der russischen Öffentlichkeit, durch Zeitungs- und Radiointerviews präsent und damit auch den russischen Behörden wohl bekannt. Artikel im Netz, Forenbeiträge und Freunde der Festgenommenen gehen davon aus, dass ihre Bekanntheit maßgeblicher Grund für ihre Verhaftung ist. Da die Behörden für die Ausschreitungen in Khimiki dringend Täter präsentieren mußten - nachdem der öffentliche und Polizei-interne Druck zu hoch wurde. Denn die Spontandemo vom 28. Juli erzeugte durchaus mediale Wirkung, denn solche Aktionen gehören nicht zur Tagesordnung im autoritäre regierten Russland.
Alexej und Maxim sind jetzt im Knast, weil sie seit vielen Jahren die Positionen der Linken und der Antifa-Bewegung aktiv vertreten. Sie sitzen für uns alle. Und wenn wir heute unsere Solidarität nicht aktiv zeigen, wird es nicht nur ein großer Schlag für unsere Freunde, sondern für alle sozialen Bewegungen in Russland
Was kannst du tun?
Um die beiden Aktivisten zu unterstützen brauchen die Leute in Russland dringend Geld, Daher spendet bitte.
WebMoney (Mit Verwendungszweck: for Aleksey Gaskarov):
R113104516303 — Rubel
Z170280498291 — $
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Es wäre auch gut, die zuständigen Behörden daran zu erinnern, dass Alexej und Maxim nicht alleine gelassen werden. Dafür kann man die Behörden anrufen, anfaxen und E-Mails schicken.
Moscow Region Prosecutor's Office
Malyi Kiselnyi per., d. 5
107031 Moscow
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Khimki Prosecutor's Office
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141400 Khimki, Moscow Region
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Khimki Department of Internal Affairs
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141400 Khimki, Moscow Region
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+7 (495) 572-0202 (Duty Officer)
+7 (495) 572-1209 (Administrative Office)
Solikampagnen: Solianka | 19. Januar
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