05. August 2010
Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung 2010 - Aktionstag gegen Neonazismus, Rassismus und Krieg!
Der Tag der Erinnerung und Mahnung gehört zu den größten regelmäßigen Veranstaltungen, die das Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes und die Auseinandersetzung mit Rassismus und Neonazismus verbinden. Infos
Berlin: 12.09.2010 | 13 und 18 Uhr
Neuer Ort: Am Lustgarten, zwischen Dom und Nationalgalerie
Fahrradkorso ab 11.00 Uhr -> Info
65 Jahre nach der Befreiung legen die Verfolgten des Naziregimes ihr Vermächtnis in die Hände der nächsten Generationen. Ihnen vertrauen sie eigene Zeugnisse und Spuren derer an, die nicht überlebt haben, als Erinnerung und Mahnung.
Wir bekräftigen ihre Forderungen, dass die großen und auch kleinen Gedenkstätten an den authentischen Orten erhalten, gesichert und ausgebaut werden.
Wir fordern die Rehabilitierung und Entschädigung kaum beachteter Opfergruppen wie den sowjetischen Kriegsgefangenen, den „Asozialen“, „Unwertigen“,, „Unangepassten“, den Marginalisierten.
Wir erwarten, dass die Opfer des Vernichtungskrieges entschädigt und Gedenkstätten in Polen und osteuropäischen Ländern in ihrer Arbeit unterstützt werden.
Wir verlangen ein stärkeres Engagement gegen den Antiziganismus in Europa. Wer den Völkermord an Sinti und Roma als Verbrechen brandmarkt und ihnen heute gleichzeitig einen vorbehaltlosen Schutz verweigert und sie abschiebt, macht sich unglaubwürdig.
Wir setzen uns dafür ein, dass der 8. Mai endlich ein offizieller Gedenk- und Feiertag und im kollektiven
Gedächtnis als Tag der Befreiung wahrgenommen wird.
Überlebende von Verfolgung und Widerstand haben angemahnt, den Kampf gegen die Nazi-Ideologie und für eine gerechte, friedliche und tolerante Welt fortzuführen: eine Welt, in der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Neonazismus keinen Platz mehr haben. Die größte Gefahr für Gesundheit und Leben von Andersdenkenden und Andersaussehenden geht von der Existenz der verfassungsfeindlichen NPD sowie einer vernetzt gewalttätigen Neonaziszene und Subkultur mit Übergriffen und Mordanschlägen aus. Zahlreiche antifaschistische und zivilgesellschaftliche Initiativen haben durch Massenblockaden in Dresden und Berlin erreicht, dass Naziaufmärsche gestoppt wurden. Diese Initiativen sollten unterstützt und nicht kriminalisiert werden.
Am Tag der Erinnerung und Mahnung, der seit 20 Jahren im vereinten Berlin begangen wird, streiten wir für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander von Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sozialem Status, Religionszugehörigkeit oder ihren verschiedenen Lebensentwürfen und Überzeugungen. Damit wissen wir uns in Übereinstimmung mit den Überlebenden der Zuchthäuser und Konzentrationslager. Sie begründeten 1945 die Tradition, den zweiten Sonntag im September als Gedenktag für die Opfer des Faschismus zu begehen.
Aufruf zum Tag der Mahnung 2010

Der Tag der Erinnerung und Mahnung gehört zu den größten regelmäßigen Veranstaltungen, die das Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes und die Auseinandersetzung mit Rassismus und Neonazismus verbinden. Infos
Berlin: 12.09.2010 | 13 und 18 Uhr
Neuer Ort: Am Lustgarten, zwischen Dom und Nationalgalerie
Fahrradkorso ab 11.00 Uhr -> Info
65 Jahre nach der Befreiung legen die Verfolgten des Naziregimes ihr Vermächtnis in die Hände der nächsten Generationen. Ihnen vertrauen sie eigene Zeugnisse und Spuren derer an, die nicht überlebt haben, als Erinnerung und Mahnung.
Wir bekräftigen ihre Forderungen, dass die großen und auch kleinen Gedenkstätten an den authentischen Orten erhalten, gesichert und ausgebaut werden.
Wir fordern die Rehabilitierung und Entschädigung kaum beachteter Opfergruppen wie den sowjetischen Kriegsgefangenen, den „Asozialen“, „Unwertigen“,, „Unangepassten“, den Marginalisierten.
Wir erwarten, dass die Opfer des Vernichtungskrieges entschädigt und Gedenkstätten in Polen und osteuropäischen Ländern in ihrer Arbeit unterstützt werden.
Wir verlangen ein stärkeres Engagement gegen den Antiziganismus in Europa. Wer den Völkermord an Sinti und Roma als Verbrechen brandmarkt und ihnen heute gleichzeitig einen vorbehaltlosen Schutz verweigert und sie abschiebt, macht sich unglaubwürdig.
Wir setzen uns dafür ein, dass der 8. Mai endlich ein offizieller Gedenk- und Feiertag und im kollektiven
Gedächtnis als Tag der Befreiung wahrgenommen wird.
Überlebende von Verfolgung und Widerstand haben angemahnt, den Kampf gegen die Nazi-Ideologie und für eine gerechte, friedliche und tolerante Welt fortzuführen: eine Welt, in der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Neonazismus keinen Platz mehr haben. Die größte Gefahr für Gesundheit und Leben von Andersdenkenden und Andersaussehenden geht von der Existenz der verfassungsfeindlichen NPD sowie einer vernetzt gewalttätigen Neonaziszene und Subkultur mit Übergriffen und Mordanschlägen aus. Zahlreiche antifaschistische und zivilgesellschaftliche Initiativen haben durch Massenblockaden in Dresden und Berlin erreicht, dass Naziaufmärsche gestoppt wurden. Diese Initiativen sollten unterstützt und nicht kriminalisiert werden.
Am Tag der Erinnerung und Mahnung, der seit 20 Jahren im vereinten Berlin begangen wird, streiten wir für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander von Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sozialem Status, Religionszugehörigkeit oder ihren verschiedenen Lebensentwürfen und Überzeugungen. Damit wissen wir uns in Übereinstimmung mit den Überlebenden der Zuchthäuser und Konzentrationslager. Sie begründeten 1945 die Tradition, den zweiten Sonntag im September als Gedenktag für die Opfer des Faschismus zu begehen.
Der Schwarze Kanal
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