28. Juni 2010
Beitrag der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) zu den erfolgreichen Massenblockaden gegen Neonaziaufmärsche am Beispiel Dresden.
Zwei geplante Großaufmärsche der Neonaziszene am 13. Februar in Dresden und am 1. Mai 2010 in Berlin endeten im Desaster. Jeweils bis zu 15.000 Menschen stellten sich den Nazis in den Weg. Da sich der antifaschistische Widerstand am 1. Mai in Berlin weitgehend auf das Konzept der Massenblockaden in Dresden bezog, wird hier ausführlich auf die Proteste in Dresden eingegangen (Artikel erschien im aktuellen Antifaschistischen Infoblatt).
Ein kollektiver, kalkulierbarer Regelverstoß
Beitrag der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) zu den erfolgreichen Massenblockaden gegen Neonaziaufmärsche am Beispiel Dresden.
Zwei geplante Großaufmärsche der Neonaziszene am 13. Februar in Dresden und am 1. Mai 2010 in Berlin endeten im Desaster. Jeweils bis zu 15.000 Menschen stellten sich den Nazis in den Weg. Da sich der antifaschistische Widerstand am 1. Mai in Berlin weitgehend auf das Konzept der Massenblockaden in Dresden bezog, wird hier ausführlich auf die Proteste in Dresden eingegangen.
Die Blockaden am 13. Februar in Dresden werden als richtungsweisend bezeichnet. Weit über die Antifa-Szene hinaus wurde und wird über die Aktion diskutiert. Insbesondere der Prozess, den autonome Antifa und linksreformerische Kräfte – gemeint sind Gewerkschaften, Verbände und Parteien – mit der Zusammenarbeit in Dresden durchlaufen hätten, wird als Erfolg gesehen [1]. Daher lohnt ein Blick auf die Entwicklung der Proteste in der sächsischen Elbmetropole.
Mehrere Jahre protestierten das linksreformerische Spektrum und Antifa-Strukturen getrennt. In Dresden dominierten so genannte „antideutsche“ Gruppierungen, die teilweise den Gegner nicht nur bei den Neonazis, sondern beim städtischen Gedenken an die Opfer der Bombardierung und den damit zusammenhängenden symbolhaften Protest gegen Rechts verorteten. Der von linksradikalen Gruppen geprägte bundesweite Zusammenschluss „No Pasarán!“ („sie kommen nicht durch“) versuchte erstmalig bürgerliches und autonomes Lager zusammenzuführen. Im Februar 2009 organisierten das bürgerliche Bündnis „Geh Denken!“ und das Antifa-Bündnis „No Pasarán!“ noch eigenständigen Protest. Im Anschluss eröffnete „No Pasarán!“ jedoch eine Debatte um die Notwendigkeit gemeinsamer antifaschistischer Aktivitäten. Diese Diskussion wurde insbesondere auf der Aktionskonferenz „Dresden Calling“ im November 2009 in Dresden geführt.
Neben der Erkenntnis, dass nur eine gemeinsame Aktion aller Nazigegner und massiver politischer Druck auf die zuständigen Dresdner Behörden, zum Erfolg führen könne, musste auch eine gemeinsame praktische Aktionsform gefunden werden. Bürgerlicher Protest konnte sich bis dahin in der Regel nicht zum Versuch durchringen, den Neonaziaufmarsch tatsächlich zu blockieren. Autonome Antifa-Gruppen mobilisierten indes meist zu Demonstrationen, die von der Polizei stets in räumlicher Distanz zum Naziaufmarsch gehalten wurden, oder zu so genannten „dezentralen Aktionen“. Was genau darunter zu verstehen war, blieb offen. Die nebulöse Formulierung legte militantes Vorgehen gegen Neonazis im Umfeld des Aufmarsches nahe – konkreter wurde es meist nicht. Die Partizipationsmöglichkeit schien somit auf den kleinen Kreis derer beschränkt, die sich in festen Strukturen der Antifa-Szene bewegten und darüber hinaus direkte Aktionen zu ihren persönlichen Handlungsoptionen zählten.
Im aus der Aktionskonferenz hervorgegangenen bundesweiten Bündnis „Dresden Nazifrei!“ verständigen sich erstmalig antifaschistische Kräfte aller Art – von Parteien, Gewerkschaften und Verbänden über engagierten Dresdnerinnen und Dresden bis zu autonomen Antifa-Gruppen – auf ein gemeinsames Vorgehen. Personen und Organisationen, die bisher kaum oder sogar keine Berührungspunkte hatten, beschlossen, den Aufmarsch mittels Massenblockaden zu verhindern. Es blieb jedoch die Hürde, dass Blockaden gegen einen genehmigten Neonaziaufmarsch illegal sind – je nach Staatsanwalt können sie als Ordnungswidrigkeit oder sogar als Straftat geahndet werden. Das Bündnis definierte daher das Aktionsniveau und folgenden Aktionskonsens: „Von uns wird keine Eskalation ausgehen. Unsere Blockaden sind Menschenblockaden. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern“. Damit wurde ein kalkulierbarer, kollektiver Regelverstoß und eine konkrete Teilnahmemöglichkeit für viele Menschen ermöglicht und gleichzeitig die Spaltung in „gute friedliche“ und „böse militante“ AntifaschistInnen verweigert.
Diese offen angekündigten Aktionen des zivilen Ungehorsams sorgten zum Einen dafür, dass sich die lokale Politik, Polizei und Staatsanwaltschaft berufen fühlten, repressiv gegen das Blockadebündnis vorzugehen. Zum Anderen hatte das Konzept zur Folge, dass sich bundesweit hunderte Initiativen und Einzelpersonen dem Blockadeaufruf anschlossen und viele tausend Menschen nach Dresden fuhren. Bis zuletzt blieben die angemeldeten Kundgebungen rund um den Bahnhof Dresden-Neustadt verboten. Dies beeindruckte 15.000 tausend Menschen am 13. Februar jedoch nicht: Ganz legal waren die Blockaden ja ohnehin nicht.
Es gelang, die Proteste in Dresden zu einem bedeutenden bundesweiten Ereignis zu machen, weit über das Antifa-Spektrum hinaus. Die Blockaden wurden gegen den entschiedenen Willen des Dresdner Establishments durchgesetzt, die mit einer so genannten Menschenkette explizit eine Konkurrenzveranstaltung zu den Blockaden organisiert hatte. Dies unterscheidet Dresden im übrigen von zahlreichen anderen Städten, in denen in der Regel Protest gegen Neonazis begrüßt wird [2].
Innerhalb der Antifa-Bewegung war die politische Breite des Bündnisses „Dresden Nazifrei!“ umstritten. Einige kritisierten die Zusammenarbeit mit bürgerlichen Kräften, etwa mit dem Verweis auf SPD und Grüne und deren Unterstützung des Krieges in Afghanistan. Andere bemängelten die fehlende Schärfe in der Abgrenzung zum bürgerlichen Gedenken in Dresden. Klare Position und inhaltliche Kritik am inszenierten bürgerlichen Gedenkmythos formulierte jedoch das Bündnis „No Pasarán!“ sowie deren Mitgliedsgruppen in Aufrufen und Beiträgen sowie in zahlreichen Veranstaltungen in der gesamten Bundesrepublik [3]. Zudem sei angemerkt, dass rund um den 13. Februar 2010 erstmalig der antifaschistische Protest und nicht der von sächsischen Medien und weiten Teilen der Landespolitik geprägte Trauerdiskurs um das zerstörte Dresden die Berichterstattung dominierte.
Die Erfahrung, dass ganz unterschiedliche Menschen nach Dresden fuhren und massenhaft zivilen Ungehorsam praktizierten hat die Ausgangslage für autonome Antifa-Gruppen in der gesamten Bundesrepublik erheblich verbessert. Mit dem Verweis „In Dresden hat es doch auch geklappt“ ist Ziviler Ungehorsam nicht mehr nur ein Anliegen irgendwelcher „Schmuddelkinder“. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Aktionen wie in Dresden nicht ohne weiteres 1:1 in jede anderen Stadt kopiert werden können und müssen oder, dass anderorts auch andere Aktionsformen zielführend sein können.
Zum weiterlesen:
• 7 Thesen zur Verhinderung des Nazi-Aufmarsches in Dresden
• Better late than never – Rückblick auf die Verhinderung des Naziaufmarsches in Dresden 2010 und Ausblick auf die Aktivitäten 2011
Der Artikel erschien erstmalig in der Zeitschrift Antifaschistisches Infoblatt.
Anmerkungen
[1] Vgl. „Vom Jungbrunnen zur Achillesverse der Nazi-Szene?“, monitor, Rundbrief des Apabiz e.V., April 2010
[2] Im September 2008 gab es in Köln eine nahezu stadtweite Stimmung gegen einen rassistischen Anti-Islam-Kongress. Politik und Medien unterstützten ein Kulturfest, welches in der Innenstadt zehntausende KölnerInnen anlockte und die Nazis blockiere. In Leipzig riefen im November 2009 die Stadtratsfraktionen CDU, FDP, SPD, Grüne und Linke die Bürger der Stadt auf, sich einem Aufmarsch von „autonomen Nationalisten“ entgegenzustellen. Blockaden verhinderten den Aufzug.
[3] Vgl. Aufruf von No Pasarán!: „Am Ort der Geschichte. Entschlossen entgegenstellen – gemeinsam blockieren!“ unter www.no-pasaran.mobi und Beitrag der ALB „Dresden Calling!“ in der Zeitschrift Sozialismus Nr. 4 (April 2009).
Dresden 2010: AIB-Artikel der ALB

Zwei geplante Großaufmärsche der Neonaziszene am 13. Februar in Dresden und am 1. Mai 2010 in Berlin endeten im Desaster. Jeweils bis zu 15.000 Menschen stellten sich den Nazis in den Weg. Da sich der antifaschistische Widerstand am 1. Mai in Berlin weitgehend auf das Konzept der Massenblockaden in Dresden bezog, wird hier ausführlich auf die Proteste in Dresden eingegangen (Artikel erschien im aktuellen Antifaschistischen Infoblatt).
Ein kollektiver, kalkulierbarer Regelverstoß
Beitrag der Antifaschistischen Linken Berlin (ALB) zu den erfolgreichen Massenblockaden gegen Neonaziaufmärsche am Beispiel Dresden.
Zwei geplante Großaufmärsche der Neonaziszene am 13. Februar in Dresden und am 1. Mai 2010 in Berlin endeten im Desaster. Jeweils bis zu 15.000 Menschen stellten sich den Nazis in den Weg. Da sich der antifaschistische Widerstand am 1. Mai in Berlin weitgehend auf das Konzept der Massenblockaden in Dresden bezog, wird hier ausführlich auf die Proteste in Dresden eingegangen.
Die Blockaden am 13. Februar in Dresden werden als richtungsweisend bezeichnet. Weit über die Antifa-Szene hinaus wurde und wird über die Aktion diskutiert. Insbesondere der Prozess, den autonome Antifa und linksreformerische Kräfte – gemeint sind Gewerkschaften, Verbände und Parteien – mit der Zusammenarbeit in Dresden durchlaufen hätten, wird als Erfolg gesehen [1]. Daher lohnt ein Blick auf die Entwicklung der Proteste in der sächsischen Elbmetropole.
Mehrere Jahre protestierten das linksreformerische Spektrum und Antifa-Strukturen getrennt. In Dresden dominierten so genannte „antideutsche“ Gruppierungen, die teilweise den Gegner nicht nur bei den Neonazis, sondern beim städtischen Gedenken an die Opfer der Bombardierung und den damit zusammenhängenden symbolhaften Protest gegen Rechts verorteten. Der von linksradikalen Gruppen geprägte bundesweite Zusammenschluss „No Pasarán!“ („sie kommen nicht durch“) versuchte erstmalig bürgerliches und autonomes Lager zusammenzuführen. Im Februar 2009 organisierten das bürgerliche Bündnis „Geh Denken!“ und das Antifa-Bündnis „No Pasarán!“ noch eigenständigen Protest. Im Anschluss eröffnete „No Pasarán!“ jedoch eine Debatte um die Notwendigkeit gemeinsamer antifaschistischer Aktivitäten. Diese Diskussion wurde insbesondere auf der Aktionskonferenz „Dresden Calling“ im November 2009 in Dresden geführt.
Neben der Erkenntnis, dass nur eine gemeinsame Aktion aller Nazigegner und massiver politischer Druck auf die zuständigen Dresdner Behörden, zum Erfolg führen könne, musste auch eine gemeinsame praktische Aktionsform gefunden werden. Bürgerlicher Protest konnte sich bis dahin in der Regel nicht zum Versuch durchringen, den Neonaziaufmarsch tatsächlich zu blockieren. Autonome Antifa-Gruppen mobilisierten indes meist zu Demonstrationen, die von der Polizei stets in räumlicher Distanz zum Naziaufmarsch gehalten wurden, oder zu so genannten „dezentralen Aktionen“. Was genau darunter zu verstehen war, blieb offen. Die nebulöse Formulierung legte militantes Vorgehen gegen Neonazis im Umfeld des Aufmarsches nahe – konkreter wurde es meist nicht. Die Partizipationsmöglichkeit schien somit auf den kleinen Kreis derer beschränkt, die sich in festen Strukturen der Antifa-Szene bewegten und darüber hinaus direkte Aktionen zu ihren persönlichen Handlungsoptionen zählten.
Im aus der Aktionskonferenz hervorgegangenen bundesweiten Bündnis „Dresden Nazifrei!“ verständigen sich erstmalig antifaschistische Kräfte aller Art – von Parteien, Gewerkschaften und Verbänden über engagierten Dresdnerinnen und Dresden bis zu autonomen Antifa-Gruppen – auf ein gemeinsames Vorgehen. Personen und Organisationen, die bisher kaum oder sogar keine Berührungspunkte hatten, beschlossen, den Aufmarsch mittels Massenblockaden zu verhindern. Es blieb jedoch die Hürde, dass Blockaden gegen einen genehmigten Neonaziaufmarsch illegal sind – je nach Staatsanwalt können sie als Ordnungswidrigkeit oder sogar als Straftat geahndet werden. Das Bündnis definierte daher das Aktionsniveau und folgenden Aktionskonsens: „Von uns wird keine Eskalation ausgehen. Unsere Blockaden sind Menschenblockaden. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern“. Damit wurde ein kalkulierbarer, kollektiver Regelverstoß und eine konkrete Teilnahmemöglichkeit für viele Menschen ermöglicht und gleichzeitig die Spaltung in „gute friedliche“ und „böse militante“ AntifaschistInnen verweigert.
Diese offen angekündigten Aktionen des zivilen Ungehorsams sorgten zum Einen dafür, dass sich die lokale Politik, Polizei und Staatsanwaltschaft berufen fühlten, repressiv gegen das Blockadebündnis vorzugehen. Zum Anderen hatte das Konzept zur Folge, dass sich bundesweit hunderte Initiativen und Einzelpersonen dem Blockadeaufruf anschlossen und viele tausend Menschen nach Dresden fuhren. Bis zuletzt blieben die angemeldeten Kundgebungen rund um den Bahnhof Dresden-Neustadt verboten. Dies beeindruckte 15.000 tausend Menschen am 13. Februar jedoch nicht: Ganz legal waren die Blockaden ja ohnehin nicht.
Es gelang, die Proteste in Dresden zu einem bedeutenden bundesweiten Ereignis zu machen, weit über das Antifa-Spektrum hinaus. Die Blockaden wurden gegen den entschiedenen Willen des Dresdner Establishments durchgesetzt, die mit einer so genannten Menschenkette explizit eine Konkurrenzveranstaltung zu den Blockaden organisiert hatte. Dies unterscheidet Dresden im übrigen von zahlreichen anderen Städten, in denen in der Regel Protest gegen Neonazis begrüßt wird [2].
Innerhalb der Antifa-Bewegung war die politische Breite des Bündnisses „Dresden Nazifrei!“ umstritten. Einige kritisierten die Zusammenarbeit mit bürgerlichen Kräften, etwa mit dem Verweis auf SPD und Grüne und deren Unterstützung des Krieges in Afghanistan. Andere bemängelten die fehlende Schärfe in der Abgrenzung zum bürgerlichen Gedenken in Dresden. Klare Position und inhaltliche Kritik am inszenierten bürgerlichen Gedenkmythos formulierte jedoch das Bündnis „No Pasarán!“ sowie deren Mitgliedsgruppen in Aufrufen und Beiträgen sowie in zahlreichen Veranstaltungen in der gesamten Bundesrepublik [3]. Zudem sei angemerkt, dass rund um den 13. Februar 2010 erstmalig der antifaschistische Protest und nicht der von sächsischen Medien und weiten Teilen der Landespolitik geprägte Trauerdiskurs um das zerstörte Dresden die Berichterstattung dominierte.
Die Erfahrung, dass ganz unterschiedliche Menschen nach Dresden fuhren und massenhaft zivilen Ungehorsam praktizierten hat die Ausgangslage für autonome Antifa-Gruppen in der gesamten Bundesrepublik erheblich verbessert. Mit dem Verweis „In Dresden hat es doch auch geklappt“ ist Ziviler Ungehorsam nicht mehr nur ein Anliegen irgendwelcher „Schmuddelkinder“. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Aktionen wie in Dresden nicht ohne weiteres 1:1 in jede anderen Stadt kopiert werden können und müssen oder, dass anderorts auch andere Aktionsformen zielführend sein können.
Zum weiterlesen:
• 7 Thesen zur Verhinderung des Nazi-Aufmarsches in Dresden
• Better late than never – Rückblick auf die Verhinderung des Naziaufmarsches in Dresden 2010 und Ausblick auf die Aktivitäten 2011
Der Artikel erschien erstmalig in der Zeitschrift Antifaschistisches Infoblatt.
Anmerkungen
[1] Vgl. „Vom Jungbrunnen zur Achillesverse der Nazi-Szene?“, monitor, Rundbrief des Apabiz e.V., April 2010
[2] Im September 2008 gab es in Köln eine nahezu stadtweite Stimmung gegen einen rassistischen Anti-Islam-Kongress. Politik und Medien unterstützten ein Kulturfest, welches in der Innenstadt zehntausende KölnerInnen anlockte und die Nazis blockiere. In Leipzig riefen im November 2009 die Stadtratsfraktionen CDU, FDP, SPD, Grüne und Linke die Bürger der Stadt auf, sich einem Aufmarsch von „autonomen Nationalisten“ entgegenzustellen. Blockaden verhinderten den Aufzug.
[3] Vgl. Aufruf von No Pasarán!: „Am Ort der Geschichte. Entschlossen entgegenstellen – gemeinsam blockieren!“ unter www.no-pasaran.mobi und Beitrag der ALB „Dresden Calling!“ in der Zeitschrift Sozialismus Nr. 4 (April 2009).
Antiberliner
-
NEU: Antiberliner zu Nationalismus
Scheinbar wichtiger als etwa das »Sparpaket« der Bundesregierung und ähnliche Umverteilungsaktionen von unten nach oben sind in der öffentlichen Debatte Ereignisse, mit denen sich alle identifizieren. Ob »Lena« oder die WM, das dahinter stehende Konzept ist die Nation. Sie…
Weiter Lesen
-
Drei Neue Kapuzis bei Red Stuff
Der Sommer neigt sich dem Ende und der Herbst klopft bereits an die Tür. Viele tauschen T-Shirts gegen Pulli und Jacke - oder gegen die neuen Kapuzenpullis vom Antifa Versand Red Stuff. Zuerst gab es die…
Weiter Lesen
Hintergrundinfos und Broschüren
-
Broschüre: Wir bleiben alle - 2009
Die Berliner Kampagne Wir bleiben alle hat pünktlich zu den Action Weeks eine neue, kostenlose Broschüre herausgebracht. Die Broschüre richtet sich gegen steigende Mieten, die Verdrängung von Menschen mit geringen Einkommen und…
Weiter Lesen
-
Broschüre "Total Extrem" als PDF
In einer neuen Broschüre "Total Extrem" [PDF] informiert die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) über die so genannte Totalitarismus- und Extremismusideologie. Diese setzt Links und Rechts gleich, verharmlost so die Gefahr von Neonazismus und ist explizit gegen linke,…
Weiter Lesen
-
156 Tage im Frauenknast: Interview mit der ehemaligen Gefangenen Alex
Aufrappeln, kämpfen und Aerobic machen! Alexandra (21) saß 2009 fünf Monaten in Berlin in Untersuchungshaft, da sie verdächtigt wurde, ein Auto angezündet zu haben. Lest hier ein Interview mit ihr über ihre Erfahrungen im Frauenknast.Mehr Infos bei der…
Weiter Lesen
-
Antifa-Heft zum Festival FUSION
Zum diesjährigen Musik-Festival FUSION publizierte die Antifaschistische Linke Berlin [ALB] ein kleines Heft [PDF hier 3.9 MB].Themen sind unter anderem Neonazismus, Krieg in Afghanistan, Krise und Finanzmärkte, Rassismus & Nationalismus, prekäre Beschäftigung und Bildungsproteste.…
Weiter Lesen
-
Interview mit ALB: "Die Antifa ist keine Ein-Punkt-Bewegung mehr"
Gespräch mit Johannes Reyersbach, aktiv bei der Antifaschistischen Linken Berlin. Über die Aktionen von Neonazis in Berlin, mediale Hetzkampagnen gegen links, staatliche Repression, die Suche nach einer antifaschistischen Strategie und die Frage von Krieg und Frieden. Entnommen der tageszeitung…
Weiter Lesen
-
Neue Zeitung der IL - hier als PDF
Die Interventionistische Linke (IL), eine linke bundesweite Vernetzung in der auch die ALB organisiert ist, hat eine neue Ausgabe ihrer Zeitung [PDF] erstellt. Themen u.a. snd: Krisendemos am 12. Juni 2010, Recht auf…
Weiter Lesen
-
Kommt zur Jugendantifa in Berlin!
Du willst selbst aktiv werden gegen Nazis und soziale Ungerechtigkeit? Du hast keinen Bock dir ständig anzuhören, dass man doch eh nichts verändern kann? Dann mach mit bei der neuen Antifajugendgruppe. Komm vorbei, bring dich ein, zusammen heben wir…
Weiter Lesen
-
Feature zu Gentrification in Berlin
Der Norden Neuköllns verändert sich rasant. Die Mieten steigen, Kneipen und Cafés eröffnen. Zahlungskräftigeres Publikum zieht her. Damit einher geht auch eine beginnende Verdrängung der bisherigen Bevölkerung. Gentrification, so nennt sich das stadtpolitische Phänomen, das ähnlich und zum Teil…
Weiter Lesen
-
Bundeswehr raus aus Afganistan!
Deutschland führt Krieg in Afghanistan. Krieg um Rohstoffe, um neue Absatzmärkte zu erschließen und den Einfluss Deutschlands in der Welt zu sichern. Die BRD ist drittgrößter Waffenexporteur weltweit: Deutsche Konzerne wie ThyssenKrupp, EADS, MAN, HDW-Werft, Rheinmetall AG…
Weiter Lesen
-
MP3-Feature zur Situation in Kolumbien
Kolumbien gilt als wichtigster Verbündeter der USA in Lateinamerika. Die Politik des Präsidenten Uribes gilt als Gegenmodell zu der linksgerichteten Regierungen in den Nachbarländern Venezuela und Bolivien. Tatsächlich ist es Uribe gelungen, die Guerilla FARC zu schwächen und die…
Weiter Lesen
-
Debatte: Krise, Protest, Widerstand
Wir dokumentieren einen Beitrag des Historikers und Sozialforschers Karl Heinz Roth unter dem Titel Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven.Der Beitrag beschreibt wissenschaftlich, ausführlich und doch kompakt und verständlich die Hintergründe…
Weiter Lesen



