22. Februar 2009
Die CDU-Pankow hat am 21.2.09 der Rechtsausleger Bernhard Lasinski als Kassenprüfer gewählt. Seit Januar gehört er bereits dem Ortsvorstand Pankow-Nord an. Am 1.4.06 marschierte Lasinski zusammen mit NPD'lern gegen eine geplante Moschee in Pankow. Dafür wurde er parteiintern heftig kritisiert, trat aus der CDU aus und kam so einem Parteiausschluss zuvor.
Jetzt ist er wieder dort, wo er herkam. Wen wunderts: In Fragen der Innen- und Asylpolitik, im konservativen Bild gegenüber Schwulen und Lesben sowie im Verständnis eines völkischen Bürgerschaftsrechts gibt es Überschneidungen zwischen National- und Christdemokraten.
CDU-Pankow wählt Rechtsausleger in Ortsvorstand
Lasinski war 2006 wegen Kontakten zur NPD ausgetreten. Jetzt erneut im Ortsvorstand Pankow-Nord
Auf dem Kreisparteitag der CDU-Pankow ist am 21.2.09 der Rechtsausleger Bernhard Lasinski als Kassenprüfer gewählt worden. Lasinski war nach Kontakten zu neonazistischen NPD vor drei Jahren aus der Partei ausgetreten.
Am 1. April 2006 beteiligte sich Bernhard Lasinski an einem rassistischen Aufmarsch gegen eine geplante Moschee in Pankow. 150 Neonazis und andere NPD-Anhänger hetzten damals gegen die Bauvorhaben der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde im Ortsteil Heinersdorf. Unter ihnen auch Lasinski, der damals seit vier Jahren Schatzmeister der CDU-Pankow-Nord war. [1]
Wegen der Teilnahme an dem Aufmarsch wurde Lasinksi auch innerhalb der CDU heftig kritisiert und kam schließlich einem Parteiausschluss zuvor. Der CDU-Landesvorsitzende Frank Henkel, damals noch in seiner Funktion als CDU-Generalsekretär, ließ am 4. Mai 2006 mitteilen, dass Lasinksi aus der Partei ausgetreten sei. Der ehemalige Berliner CDU-Chef Friedbert Pflüger äußerte damals: „Wer mit der NPD zusammenarbeitet oder mit ihr demonstriert, hat in der CDU nichts verloren“. [2]
Tim Laumeyer, Sprecher der Antifaschistischen Linken Berlin, erklärte dazu: "Lasinski ist wieder dort angekommen wo er herkam: dem äußerst rechten Rand der CDU, bei dem die Grenzen zu Neonazis fließend sind. Die zeitweilige Kritik der Berliner CDU-Spitze konnte der Ortsverband aussitzen".
Der Ortsverband Pankow-Nord umfasst die Gebiete Rosenthal, Wilhelmsruh, Niederschönhausen, Blankenfelde und Französisch-Buchholz. Er ist einer von neun Ortsverbänden des CDU-Kreisverband Pankow.
Laumeyer wies darauf hin, dass Verbindungen der CDU ins rechtsextreme Milieu nichts außergewöhnliches seien. In Fragen der Innen- und Asylpolitik, im extrem konservativen Bild gegenüber Schwulen und Lesben sowie im Verständnis eines auf Blut und Volk konstruierten Staatsbürgerschaftsrechts gäbe es zudem „Überschneidungen zwischen National- und Christdemokraten“, so Laumeyer.
Alle paar Monate treten Fälle zu tage, in denen CDU-Aktive an der Basis oder in Spitzenämter Verbindungen ins nazistische Milieu pflegen:
[1] Der Tagesspiegel, 4.5.06, Rechts daneben
[2] Berliner Morgenpost, 5.5.06, Moschee-Bau: Personelle Konsequenz bei der CDU
Berlin: Rechtsausleger bei der CDU

Jetzt ist er wieder dort, wo er herkam. Wen wunderts: In Fragen der Innen- und Asylpolitik, im konservativen Bild gegenüber Schwulen und Lesben sowie im Verständnis eines völkischen Bürgerschaftsrechts gibt es Überschneidungen zwischen National- und Christdemokraten.
CDU-Pankow wählt Rechtsausleger in Ortsvorstand
Lasinski war 2006 wegen Kontakten zur NPD ausgetreten. Jetzt erneut im Ortsvorstand Pankow-Nord
Auf dem Kreisparteitag der CDU-Pankow ist am 21.2.09 der Rechtsausleger Bernhard Lasinski als Kassenprüfer gewählt worden. Lasinski war nach Kontakten zu neonazistischen NPD vor drei Jahren aus der Partei ausgetreten.
Am 1. April 2006 beteiligte sich Bernhard Lasinski an einem rassistischen Aufmarsch gegen eine geplante Moschee in Pankow. 150 Neonazis und andere NPD-Anhänger hetzten damals gegen die Bauvorhaben der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde im Ortsteil Heinersdorf. Unter ihnen auch Lasinski, der damals seit vier Jahren Schatzmeister der CDU-Pankow-Nord war. [1]
Wegen der Teilnahme an dem Aufmarsch wurde Lasinksi auch innerhalb der CDU heftig kritisiert und kam schließlich einem Parteiausschluss zuvor. Der CDU-Landesvorsitzende Frank Henkel, damals noch in seiner Funktion als CDU-Generalsekretär, ließ am 4. Mai 2006 mitteilen, dass Lasinksi aus der Partei ausgetreten sei. Der ehemalige Berliner CDU-Chef Friedbert Pflüger äußerte damals: „Wer mit der NPD zusammenarbeitet oder mit ihr demonstriert, hat in der CDU nichts verloren“. [2]
Tim Laumeyer, Sprecher der Antifaschistischen Linken Berlin, erklärte dazu: "Lasinski ist wieder dort angekommen wo er herkam: dem äußerst rechten Rand der CDU, bei dem die Grenzen zu Neonazis fließend sind. Die zeitweilige Kritik der Berliner CDU-Spitze konnte der Ortsverband aussitzen".
Der Ortsverband Pankow-Nord umfasst die Gebiete Rosenthal, Wilhelmsruh, Niederschönhausen, Blankenfelde und Französisch-Buchholz. Er ist einer von neun Ortsverbänden des CDU-Kreisverband Pankow.
Laumeyer wies darauf hin, dass Verbindungen der CDU ins rechtsextreme Milieu nichts außergewöhnliches seien. In Fragen der Innen- und Asylpolitik, im extrem konservativen Bild gegenüber Schwulen und Lesben sowie im Verständnis eines auf Blut und Volk konstruierten Staatsbürgerschaftsrechts gäbe es zudem „Überschneidungen zwischen National- und Christdemokraten“, so Laumeyer.
Alle paar Monate treten Fälle zu tage, in denen CDU-Aktive an der Basis oder in Spitzenämter Verbindungen ins nazistische Milieu pflegen:
- Im „Studienzentrum Weikersheim“ treffen Konservative und Rechtsextreme regelmäßig aufeinander
- Ebenso in Vereinen wie „Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft“ oder „Die Deutschen Konservativen“ (beide Hamburg)
- In Zeitungen und Zeitschriften der alten oder „neuen“ Rechten waren und sind CDU’ler gerngesehende Autoren und Interviewpartner, darunter "Junge Freiheit", "Ostpreußenblatt", "Ost-West-Panorama"
- Auch der "Bund der Vertriebenen", verschiedene "Landsmannschaften" oder "Burschenschaften" grenzen sich oft nur halbherzig von Rechtsextremisten ab
[1] Der Tagesspiegel, 4.5.06, Rechts daneben
[2] Berliner Morgenpost, 5.5.06, Moschee-Bau: Personelle Konsequenz bei der CDU
Der Schwarze Kanal
Blockupy 16. bis 19. Mai 2012 Frankfurt/M
-
3. Stellungnahme der ALB
Am 3. März 2012 wurde auf Indymedia (Open Posting und linksunten) gegen eine Frau, die unserer Gruppe zugeordnet wurde, der Vorwurf veröffentlicht, sie sei als Informantin für das Bundesamt für Verfassungsschutz tätig gewesen. Nach unseren Stellungnahmen vom 4.3.2012 und vom 12.3.2012 dokumentieren wir nun, wie wir mit diesem Spitzelvorwurf umgegangen sind und…
Weiter Lesen
Antiberliner
-
NEU: Antiberliner zur Schuldenkrise
Schwerpunkte der 31. Ausgabe des Antiberliners sind die Schuldenkrise, aber auch das doppelgesichtige Verhältnis des Staates zu sozialen Bewegungen wie Occupy, S21, Anti-Atom und anderen. Außerdem befasst sich ein Artikel mit weiblichen Rollenklischees im Profisport. Auf der Antifa-Seite wird…
Weiter Lesen
Hintergrundinfos und Broschüren
-
Türkei/Kurdistan: Hinter Gittern
Als Reaktion auf die andauernden Massenverhaftungen von prokurdischen PolitikerInnen und Aktiven in der Türkei wurde die Kampagne Demokratie hinter Gittern.Die Kampagne kritisiert die seit Frühjahr 2009 andauernden Massenverhaftungen von mehr als 8.000 Personen, darunter BürgermeisterInnen,…
Weiter Lesen
-
Broschüre "Total Extrem" als PDF
In einer neuen Broschüre "Total Extrem" [PDF] informiert die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) über die so genannte Totalitarismus- und Extremismusideologie. Diese setzt Links und Rechts gleich, verharmlost so die Gefahr von Neonazismus und ist explizit gegen linke,…
Weiter Lesen
-
Zwei Schritte vor in Dortmund
Auswertung von Dortmund stellt sich quer zu den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch zum sog. „nationalen Antikriegstag“ am 3. September 2011 [Text als PDF].Am 3. September 2011 zogen mehrere hundert Neonazis durch die Dortmunder…
Weiter Lesen
-
NSU, NPD und Innenministerium
Überraschung: Über 13 Jahre lang zieht eine Neonazi-Bande mordend durchs Land, zum Finale Grande erschießen sich die zwei männlichen Mitglieder der Terrorzelle, stecken Beute und Fluchtfahrzeug ihres letzten Banküberfalls in Brand und die dritte im Bund versucht den letzten…
Weiter Lesen
-
Kampangne: War starts here
Markieren, Blockieren und Sabotieren. Kampagne gegen die kriegerische NormalitätWir rufen auf, aktiv einzugreifen in die kriegerische Normalität und die zahllosen zivilmilitärischen Verflechtungen. Der Fokus unserer Kampagne liegt auf der erweiterten Infrastruktur und der ideologischen Legitimierung von militärischer Gewalt.…
Weiter Lesen
-
Trauer um Spanienkämpfer Teppich
Am 25. Februar 2012 verstarb der antifaschistische Widerstandskämpfer Fritz Teppich in Berlin. Mit ihm starb der letzte in Deutschland lebende Spanienkämpfer.Mit 18 Jahren ging Fritz Teppich nach Spanien und kämpfe bei den Internationalen Brigaden gegen spaniens…
Weiter Lesen
-
Vor 70 Jahren: Krieg gegen die SU
Vor 70 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel Nazi-Deutschland die Sowjetunion. Für die dortige Bevölkerung begann ein fast vierjähriger Überlebenskampf: Die "jüdisch-bolschewistische" Staats- und Gesellschaftsordnung sollte ausgerottet werden. Die Sowjetbürger waren den den Jagd- und Mordkommandos der Wehrmacht ausgesetzt.…
Weiter Lesen
-
Heft zu Krieg, Krise & Kapitalismus
Deutschland führt seit Langem wieder Krieg. Die Bundeswehr ist aktuell mit über 6 500 Soldaten weltweit an Kriegseinsätzen beteiligt. In Afghanistan, im Kosovo und vor der Küste Somalias setzt sie die Interessen des deutschen Kapitals durch und sichert den…
Weiter Lesen
-
Broschüre: 100 Jahre Frauentag
Begleitend zu Aktivitäten rund um den 8. März 2011, dem 100. Internationalen Frauentag, hat ein Bündnis linksradikaler, sozialistischer und kommunistischer Gruppen eine Broschüre zur Geschichte und zu aktuellen Kämpfen erarbeitet. Das Heft soll grade jüngeren Genossinnen und Genossen den Einstieg in das…
Weiter Lesen
-
Neu: Heft zum Afghanistan-Krieg
Anlässlich der Mobilisierung gegen die SiKo und die Mandatsverlängerung 2011 gibt es eine Neuauflage einer Broschüre zum Afghanistankrieg [PDF]. Das Heft - erstmalig im Jahr 2008 erschienen - beschäftigt sich unter anderem mit der aktuellen Situation in Afghanistan,…
Weiter Lesen
-
Broschüre zum mg-Verfahren
Nach drei Jahren Solidaritätsarbeit und der Verurteilung von Axel, Florian und Oliver wegen versuchter Brandstiftung an Bundeswehr-LKW im Berliner mg-Prozess legt das Einstellungsbündnis sein Resümee vor. Die Soli-Gruppe beschreibt unter anderem die verschiedenen Linien und Fallstricke der Soli-Arbeit, die…
Weiter Lesen
-
Neue Broschüre: Krisenanalyse
Die Berliner Gruppe ARAB hat zu ihrem fünfjährigen Bestehen eine Broschüre zum Thema Krisenanalyse herausgebracht. Die Broschüre beschäftigt sich mit der aktuellen kapitalistischen Krise und zeigt auf, wo der kapitalistische Irrsinn hinführt und wie eine linksradikale Antwort…
Weiter Lesen
-
Andrej Holm: Interview zu Mieten, Vertreibung und Gentrifizierung
Wir dokumentieren ein Gespräch mit Andrej Holm [twitter] über die Wohnungspolitik des "rot-roten" Senats in Berlin, die Privatisierung der "GSW Immobilien AG", Gentrifizierung, Baugruppen und die Räumung der ehemals besetzten »Liebig 14«. Das Interview…
Weiter Lesen
-
Mitglied werden in der Roten Hilfe
Die Rote Hilfe ist eine strömungsübergreife Solidaritäts- und Antirepressionsorganisation. Sie informiert über Verfolgung gegen Linke in der BRD und international. Zudem unterstützt sie Personen, die von Repression betroffen sind. Sie steht euch mit Beratung, anwaltlicher Betreuung…
Weiter Lesen
-
Debatte: Krise, Protest, Widerstand
Wir dokumentieren einen Beitrag des Historikers und Sozialforschers Karl Heinz Roth unter dem Titel Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven.Der Beitrag beschreibt wissenschaftlich, ausführlich und doch kompakt und verständlich die Hintergründe…
Weiter Lesen






