Globalisierung
20. November 2009
Aufruf der ALB zu Kopenhagen
"I grew from Babylon soil, born to consume and destroy./
I know that cash is king, I breath cocaine, bleed oil./
Made to rise above all, success' my ultimate goal./
I'm a do what it takes, and bring you down if a fall./
Handle my business with war, attack the poor, while praising the lord./
Raised to be raw, but act polite - for the show./
Let the cameras roll, I got no doubts or regrets./
Live off thousands of deaths, keep no promises - only threats/
We don´t need a weatherman to know which way the wind blows. . .
Anfang Dezember treffen sich in Kopenhagen Unterhändler, Minister, Staats- und Regierungschefs, um im Rahmen der 15. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention (COP 15) ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll auszuhandeln. Dort soll entschieden werden über das „Wie weiter?“. Dabei werden sie versuchen mit dem Hinweis auf Dringlichkeit ein „Weiter so“ mit grünem Anstrich durchzudrücken. Es geht bei diesem Treffen nicht nur um die Diskussion über irgendwelche „Klimaziele“, vielmehr wird hier der Grundstein für den gesamten Umbau des kapitalistischen Wirtschaftssystems gelegt. Dabei werden die Interessen der Mehrheit mit Füßen getreten. Deshalb gilt es ihr Treffen zu belagern, zu stürmen, es öffentlich zu delegitimieren.
„Jetzt müssen alle anpacken, denn es geht ums Ganze. Nur wenn alle zusammenstehen, kann schlimmeres noch verhindert werden“. So oder ähnlich klingt es in letzter Zeit immer häufiger. Sei es die Wirtschaftskrise, in der auf einmal unvorstellbare Summen an Geld ausgegeben werden. Geld, das die Mehrheit der Menschen erwirtschaftet, über das sie jedoch nicht bestimmen kann. Oder sei es im Zusammenhang mit der oft benannten „Klimakrise“. Ein Wort, das geschaffen wurde, um zu alarmieren. Denn nüchtern betrachtet kann das Klima sich zwar ändern, Krisen allerdings gibt es nur bei den Menschen. Wenn es also wärmer wird, dann wird es zu Veränderungen kommen, die sicherlich soziale Krisen nach sich ziehen. Doch wer profitiert in der Krise, wem nutzt die Panik?
What the fuck is going on?
An das Ende der Geschichte, wie es nach dem Ende des Kalten Krieges ausgerufen wurde, glaubt inzwischen niemand mehr. Begründet wurde es damit, dass die einzige Systemalternative zum Kapitalismus zusammengebrochen war. 20 Jahre später ist klar, dass es dringend ein neues System geben muss. So wie es ist, bleibt es nicht. Wenn große Änderungen inzwischen schon von denen vorangetrieben werden, die heute auf der Gewinnerseite stehen, dann kann es wohl so wie bisher nicht weitergehen. Bis vor kurzem noch befeuerten Erdöl- und Kohleunternehmen Diskussion und Studien die besagten, dass der Klimawandel ein ganz natürliches Phänomen sei und ihre Fabriken, Autos und Produktionsmethoden keinerlei Einfluss darauf hätten. Spätestens jetzt ist klar, dass sich zum einen das Öl in absehbarer Zeit seinem Ende zuneigt, gleichzeitig das Automobil als massentaugliches Produkt mit der Lizenz zur Kapitalakkumulation ausgedient hat. Wenn die Merkels dieser Welt in Zusammenarbeit mit den großen Unternehmen jetzt erklären, der Klimawandel verlange nach Veränderungen, dann deshalb, weil in absehbarer Zeit eine neue Investitionsgrundlage benötigt wird, die in großem Maßstab das System am Laufen halten kann. Schon in den 70er Jahren waren die Investitionsmöglichkeiten in der Autoindustrie an ein Limit gekommen. Damals eröffnete sich das Fenster der liberalisierten Finanzmärkte als Möglichkeit, Kapital zu investieren. Die seitdem aufgebauschten Blasen sind geplatzt. Die Krise ist da, es fehlt international an Möglichkeiten, Kapital zu investieren. Da blasen die großen Regierungen der Welt in das selbe Horn: „Zur Rettung des Klimas muss alles auf GRÜN umgestellt werden!“
Dieser Schachzug scheint genial, denn damit kann es gelingen, viele Gegner des Systems für die „große Sache“ mit auf den Weg zu nehmen. Zwar gibt es natürlich Widerstand seitens der Fraktionen des Kapitals, deren Profit gerade aus Produktionsweisen mit hohem CO2 – Ausstoß resultiert. Ebenso konnte beobachtet werden, welche Staaten einen großen Anteil solcher Produktionszweige haben. Wenn bspw. die USA bisher das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnen wollten, dann aus dem Interesse des Schutzes der eigenen Wirtschaft. Krisen und Neuordnungen verlaufen niemals harmonisch, deshalb bedarf immer einer Kraft, die Neues durchsetzt. Dabei hilft den Vertretern des „New Green Deal“ z.B. der 2006 veröffentlichte „Stern-Report“ des ehemaligen Weltbankchefökonom Nicholas Stern, der hohe Kosten für die Folgen des Klimawandels errechnete. Insbesondere die errechneten Kosten für die Wirtschaft dienen inzwischen dazu, auf höchster politischer Ebene Überzeugungsarbeit zu leisten und die Wende zu grüner Technologie zu propagieren. Denn nur wenn zumindest ein großer Teil der wirtschaftlich Mächtigen mitmachen, kann letztlich ein „New Green Deal“ das kapitalistische System am Laufen halten.
Wie die Vergangenheit zeigt, werden Folgekosten aber gerne auf die Gesellschaft umverteilt. Sei es bei den Tankerunglücken wie denen von Erika und Prestige, bei denen die ölverschmierte europäische Atlantikküste letztlich an den Anwohnern kleben blieb, oder sei es das Chemieunglück im indischen Bhopal, bei dem es für tausende Tote und die Verseuchung der Region bis heute keine Entschädigungszahlung des verantwortlichen Unternehmens Union Carbide (heute Dow Chemical) gibt. Sind das Risiko oder die Kosten zu hoch, zahlt die Allgemeinheit. Sollte es tatsächlich zu einer Zunahme von Sturm- und Hochwasserereignissen kommen, zeigt das Beisiel der Zerstörung von New Orleans durch den Hurricane Katrina deutlich, wer im Fall von Naturkatastrophen die Zeche zahlt: Die ganz Reichen waren schon in ihrem Zweitwohnsitz, die Mittelschicht verließ die Stadt kurz vor dem Sturm mit dem Auto, während die Armen die Katastrophe erst mit Toten und später, im Rahmen des Neuaufbaus, mit dem Verlust ihrer Häuser bezahlten.. Ohne Widerstand wird es auch in Zukunft so weitergehen.
Handel mit Verschmutzungsrechten
Eine breite Mehrheit lässt sich scheinbar hinter der Idee einer „grünen Wende“ versammeln, die zumindest vom Anschein her Verbesserungen für die Umwelt und im günstigsten Fall noch Arbeitsplätze bringt. Welche absurden Früchte aber ein marktbasiertes System der vermeintlichen Umweltgerechtigkeit trägt, zeigt sich anhand des Kyoto-Systems der Verschmutzungsrechte. Dabei handelt es sich um den Versuch, das Ziel der Reduzierung des CO2 – Ausstoßes mittels der Vergabe von Berechtigungsscheinen für den Ausstoß einer bestimmten Menge CO2 zu erreichen. Diese Berechtigungsscheine stellen somit einen eigenen Wert dar, der, wie alle anderen Waren auch, gehandelt werden kann. Gegen den Handel mit Emissionsrechten spricht erstens das Verteilungsprinzip. Auf dem Markt zählen nur die Nachfrager, die über Geld verfügen. Wer reich ist, darf verschmutzen. Auf diese Weise werden Menschen, die ein prinzipielles Recht auf Güter wie Wasser und Luft haben, durch Konsumenten ersetzt. Deren Recht auf Teilhabe wird ausschließlich durch die Geldmenge bestimmt, über die sie verfügen. Zweitens hat sich der Emissionshandel in Europa als lächerliche Farce erwiesen. Eine Farce, weil er nicht funktioniert und keinen Beitrag zur Erfüllung der Kyoto-Ziele, also zur Verringerung der CO2 -Emissionen, geleistet hat. Lächerlich, weil jeder, der ein bisschen Einsicht hat, vorher wissen konnte, dass genau dieses Ergebnis eintreten würde. Man kann die Natur nicht dadurch retten, dass man das Recht, sie zu verschmutzen, in eine an der Leipziger Strombörse handelbare Ware macht! Was hier beobachtet werden kann ist ein weiterer Schritt der Privatisierung, der Wirtschaftskrise zum Trotz. Genau wie Wasser stellt die Atmosphäre eine Lebensgrundlage dar, doch inzwischen wird das Recht zur Verschmutzung meistbietend verkauft.
Neuer Antrieb, alte Maschine
Aus unserer Sicht muss die gesamte Maßnahme hinterfragt werden. Schnelle Schüsse, um das Klima zu verändern, scheinen wenig angebracht in Zeiten, in denen die Wettervorhersage nicht mal für 7 Tage genau ist. Wir fordern nicht, es solle weitergehen wie bisher. Aber immer dann, wenn die Profiteure des Bestehenden große Veränderungen wollen, sind wir misstrauisch.
Misstrauisch, weil Profit die Berichterstattung der Presse dominiert und Wissenschaftler wissen, welche Ergebnisse für die Finanzierung ihrer Forschung von ihnen verlangt werden. Und wenn sie anfangen, die Meere zu düngen um Algenwachstum zu fördern, dass dann CO2 binden soll, oder Schwefelpartikel in die Stratosphäre zu bringen um Wolkenbildung zu fördern und Sonnenstrahlung zu reflektieren, dann sind schon viele Möglichkeiten des Widerstandes verpasst worden.
Wenn zunächst nur die Produktion umgestellt wird, auf dass folglich Brennstoffzellen statt Otto-Motoren gebaut werden, und alle schön helfen, weil es ja auch der Umwelt hilft, dann ist das auch nicht in unserem Interesse. Denn es ist nur eine Transformation innerhalb des Systems, das Wachstum zur Grundlage hat. So effizient und neu die Techniken auch sein mögen, unendlichem Wachstum steht immer noch die Begrenztheit der Erde und ihrer Ressourcen gegenüber. An vielen Ressourcen herrscht Mangel und trotzdem werden sie wenig intelligent, sehr verschwenderisch genutzt.
Der technischen Seite steht die soziale gegenüber. Das kapitalistische Wirtschaftssystem basiert auf der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Hierzulande äußert sich der allgegenwärtige Druck der Konkurrenz inzwischen im gesteigerten Konsum von Pharmaprodukten. Erst kürzlich ermittelte eine Studie einen Anteil von bis zu 5% der Erwerbstätigen, die regelmäßig leistungssteigernde oder relaxierende Medikamente verwenden. Diesem Trend in den Zentren stehen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Hunger in weiten Teilen der Peripherie gegenüber. Von Asien über Afrika, Lateinamerika bis nach Osteuropa hungern 1 Mrd Menschen, weil vorhandene Nahrungsmittel vernichtet werden um Preise stabil zu halten. Nur wer diesen Zustand will, kann so weitermachen wollen. Das System, dass nur für den Tausch produziert, muss abgeschafft werden. Nicht ein ominöser „Markt“ kann wissen was nötig ist, das können nur die Menschen. Deshalb müssen sie in Zukunft auch entscheiden, was produziert werden soll.
From South to North: Verteilung im 21.Jahrhundert
Katastrophale Naturverschmutzungen, bedingt durch die tägliche Produktion, sind in hierzulande immer seltener. Dabei sind es wohl gerade hiesige Unternehmen, deren Chefs die Vorzüge der höheren Umweltstandards ihres Heimatlandes genießen, die die ökologisch miserabelsten Gewerke in die Länder des Trikonts verlagern, wie das Abwracken ausgemusterter Schiffe an den Stränden von Bangladesh, die Gewinnung von Bauxit auf Borneo oder die Produktion hochgiftiger Computerteile in den Sweatshops an der chinesischen Ostküste. Die Regeln des Weltmarktspiels wurden in Kolonialzeiten festgelegt, die Transportwege von Rohstoffen verlaufen nach wie vor in Süd-Nord-Richtung und so lange sich nichts Grundlegendes ändert, fließt auch noch das Geld aus Schuldentilgungen in die reichen Länder. Die Festung Europa, an deren Außengrenzen tausende Menschen ihr Leben lassen, ist weit geöffnet für Waren und Geld. Dass sich auch mit einer Wende zu mehr grüner Technologie daran nichts ändern wird, wurde anschaulich deutlich, als die großen Energieversorger ihr Projekt „Desertec“, das Europa nach dem Willen der Erfinder mit Strom aus Sonnenenergie aus der afrikanischen Sahara versorgen soll, vorstellten. Auf den ersten Blick ist zu sehen, dass alle geplanten Versorgungsleitungen nach Norden, nach Europa führen. Der afrikanische Kontinent wird nicht berücksichtigt, wer sollte den Strom dort auch bezahlen.
Ein solches Projekt kann nicht in unserem Interesse sein. Die Energieversorgung muss von Grund auf erneuert, ihre Verteilung solidarisch geregelt werden. Der Bezug von Strom darf nicht an Reichtum oder die alten Kolonialregeln geknüpft sein, vielmehr müsste die Versorgung global sozial geregelt werden. Wir kündigen gegen dieses Großprojekt, dass lediglich Gewinne für die Unternehmenskassen als Ziel hat, unseren Widerstand an.
Aufstand der Untoten: Atomenergie
Im Zuge der Diskussion über saubere Energieversorgung kommt es zur Renaissance der mit Abstand gefährlichsten Technologie: Der Atomkraft. In Zeiten, in denen Tschernobyl trotz Aktualität vergessen scheint, drängen die Betreiber der Atommeiler in Deutschland nach vorne. Ihr Argument, wie könnte es anders sein: Klimaschutz. Das für diese Art zentraler Energiegewinnung in einer emanzipierten Gesellschaft kein Platz ist, wird schon anhand weniger Stichworte deutlich: Das ungelöste Endlagerproblem, die Tatsache, dass bundeseigene Lagerstätten Gefahr laufen das Trinkwasser ganzer Regionen radioaktiv zu verseuchen (Asse) und die gesammelten Störfälle der jüngeren Vergangenheit, die im Gegensatz zu Unfällen aller anderen Art das menschliche Leben für hunderttausende von Jahren bedrohen.
Wenn die konservativ-liberale Bundesregierung jetzt die Laufzeiten der deutschen AKW´s verlängern will, wird sie es mit erbittertem Widerstand auf allen Ebenen zu tun haben. Der Renaissance der Todestechnologie wird die Renaissance des Widerstands von Brokdorf bis Gorleben entgegenstehen.
We don't need you politicians to know which way to go.
Auf der Konferenz Cop15 Anfang Dezember in Kopenhagen werden die Staatschefs und Profiteure des derzeitigen Wirtschaftssystem versuchen, ihre Vision durchzusetzen. Nicht nur, dass ähnlich der WTO-Verhandlungen die Länder des Südens nicht zu Wort kommen werden, eine Veränderung des Wirtschaftssystems weg von der Wachstums- und Profitlogik wird nicht einmal ansatzweise auf der Tagesordnung stehen. Mit der Arroganz der Sieger wird ein demokratischer Prozess unterbunden, der seinen Ausdruck gleichzeitig durch Zehntausende finden wird, die auf die Straße gehen. Die Macht des Geldes diktiert ein weiteres Mal die Stellung in den Verhandlungen. An uns bleibt es, von außen ein machtvolles Zeichen zu setzen. Zu sagen: Ihr vertretet nicht die Interessen der Mehrheit. Eure Konferenz will die Ausbeutung des Menschen grün anstreichen. Da machen wir nicht mit.
Kommt zum antikapitalistischen Block auf der Demonstration am 12.12. in Kopenhagen!
I know that cash is king, I breath cocaine, bleed oil./
Made to rise above all, success' my ultimate goal./
I'm a do what it takes, and bring you down if a fall./
Handle my business with war, attack the poor, while praising the lord./
Raised to be raw, but act polite - for the show./
Let the cameras roll, I got no doubts or regrets./
Live off thousands of deaths, keep no promises - only threats/
We don´t need a weatherman to know which way the wind blows. . .
Anfang Dezember treffen sich in Kopenhagen Unterhändler, Minister, Staats- und Regierungschefs, um im Rahmen der 15. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention (COP 15) ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll auszuhandeln. Dort soll entschieden werden über das „Wie weiter?“. Dabei werden sie versuchen mit dem Hinweis auf Dringlichkeit ein „Weiter so“ mit grünem Anstrich durchzudrücken. Es geht bei diesem Treffen nicht nur um die Diskussion über irgendwelche „Klimaziele“, vielmehr wird hier der Grundstein für den gesamten Umbau des kapitalistischen Wirtschaftssystems gelegt. Dabei werden die Interessen der Mehrheit mit Füßen getreten. Deshalb gilt es ihr Treffen zu belagern, zu stürmen, es öffentlich zu delegitimieren.
„Jetzt müssen alle anpacken, denn es geht ums Ganze. Nur wenn alle zusammenstehen, kann schlimmeres noch verhindert werden“. So oder ähnlich klingt es in letzter Zeit immer häufiger. Sei es die Wirtschaftskrise, in der auf einmal unvorstellbare Summen an Geld ausgegeben werden. Geld, das die Mehrheit der Menschen erwirtschaftet, über das sie jedoch nicht bestimmen kann. Oder sei es im Zusammenhang mit der oft benannten „Klimakrise“. Ein Wort, das geschaffen wurde, um zu alarmieren. Denn nüchtern betrachtet kann das Klima sich zwar ändern, Krisen allerdings gibt es nur bei den Menschen. Wenn es also wärmer wird, dann wird es zu Veränderungen kommen, die sicherlich soziale Krisen nach sich ziehen. Doch wer profitiert in der Krise, wem nutzt die Panik?
What the fuck is going on?
An das Ende der Geschichte, wie es nach dem Ende des Kalten Krieges ausgerufen wurde, glaubt inzwischen niemand mehr. Begründet wurde es damit, dass die einzige Systemalternative zum Kapitalismus zusammengebrochen war. 20 Jahre später ist klar, dass es dringend ein neues System geben muss. So wie es ist, bleibt es nicht. Wenn große Änderungen inzwischen schon von denen vorangetrieben werden, die heute auf der Gewinnerseite stehen, dann kann es wohl so wie bisher nicht weitergehen. Bis vor kurzem noch befeuerten Erdöl- und Kohleunternehmen Diskussion und Studien die besagten, dass der Klimawandel ein ganz natürliches Phänomen sei und ihre Fabriken, Autos und Produktionsmethoden keinerlei Einfluss darauf hätten. Spätestens jetzt ist klar, dass sich zum einen das Öl in absehbarer Zeit seinem Ende zuneigt, gleichzeitig das Automobil als massentaugliches Produkt mit der Lizenz zur Kapitalakkumulation ausgedient hat. Wenn die Merkels dieser Welt in Zusammenarbeit mit den großen Unternehmen jetzt erklären, der Klimawandel verlange nach Veränderungen, dann deshalb, weil in absehbarer Zeit eine neue Investitionsgrundlage benötigt wird, die in großem Maßstab das System am Laufen halten kann. Schon in den 70er Jahren waren die Investitionsmöglichkeiten in der Autoindustrie an ein Limit gekommen. Damals eröffnete sich das Fenster der liberalisierten Finanzmärkte als Möglichkeit, Kapital zu investieren. Die seitdem aufgebauschten Blasen sind geplatzt. Die Krise ist da, es fehlt international an Möglichkeiten, Kapital zu investieren. Da blasen die großen Regierungen der Welt in das selbe Horn: „Zur Rettung des Klimas muss alles auf GRÜN umgestellt werden!“
Dieser Schachzug scheint genial, denn damit kann es gelingen, viele Gegner des Systems für die „große Sache“ mit auf den Weg zu nehmen. Zwar gibt es natürlich Widerstand seitens der Fraktionen des Kapitals, deren Profit gerade aus Produktionsweisen mit hohem CO2 – Ausstoß resultiert. Ebenso konnte beobachtet werden, welche Staaten einen großen Anteil solcher Produktionszweige haben. Wenn bspw. die USA bisher das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnen wollten, dann aus dem Interesse des Schutzes der eigenen Wirtschaft. Krisen und Neuordnungen verlaufen niemals harmonisch, deshalb bedarf immer einer Kraft, die Neues durchsetzt. Dabei hilft den Vertretern des „New Green Deal“ z.B. der 2006 veröffentlichte „Stern-Report“ des ehemaligen Weltbankchefökonom Nicholas Stern, der hohe Kosten für die Folgen des Klimawandels errechnete. Insbesondere die errechneten Kosten für die Wirtschaft dienen inzwischen dazu, auf höchster politischer Ebene Überzeugungsarbeit zu leisten und die Wende zu grüner Technologie zu propagieren. Denn nur wenn zumindest ein großer Teil der wirtschaftlich Mächtigen mitmachen, kann letztlich ein „New Green Deal“ das kapitalistische System am Laufen halten.
Wie die Vergangenheit zeigt, werden Folgekosten aber gerne auf die Gesellschaft umverteilt. Sei es bei den Tankerunglücken wie denen von Erika und Prestige, bei denen die ölverschmierte europäische Atlantikküste letztlich an den Anwohnern kleben blieb, oder sei es das Chemieunglück im indischen Bhopal, bei dem es für tausende Tote und die Verseuchung der Region bis heute keine Entschädigungszahlung des verantwortlichen Unternehmens Union Carbide (heute Dow Chemical) gibt. Sind das Risiko oder die Kosten zu hoch, zahlt die Allgemeinheit. Sollte es tatsächlich zu einer Zunahme von Sturm- und Hochwasserereignissen kommen, zeigt das Beisiel der Zerstörung von New Orleans durch den Hurricane Katrina deutlich, wer im Fall von Naturkatastrophen die Zeche zahlt: Die ganz Reichen waren schon in ihrem Zweitwohnsitz, die Mittelschicht verließ die Stadt kurz vor dem Sturm mit dem Auto, während die Armen die Katastrophe erst mit Toten und später, im Rahmen des Neuaufbaus, mit dem Verlust ihrer Häuser bezahlten.. Ohne Widerstand wird es auch in Zukunft so weitergehen.
Handel mit Verschmutzungsrechten
Eine breite Mehrheit lässt sich scheinbar hinter der Idee einer „grünen Wende“ versammeln, die zumindest vom Anschein her Verbesserungen für die Umwelt und im günstigsten Fall noch Arbeitsplätze bringt. Welche absurden Früchte aber ein marktbasiertes System der vermeintlichen Umweltgerechtigkeit trägt, zeigt sich anhand des Kyoto-Systems der Verschmutzungsrechte. Dabei handelt es sich um den Versuch, das Ziel der Reduzierung des CO2 – Ausstoßes mittels der Vergabe von Berechtigungsscheinen für den Ausstoß einer bestimmten Menge CO2 zu erreichen. Diese Berechtigungsscheine stellen somit einen eigenen Wert dar, der, wie alle anderen Waren auch, gehandelt werden kann. Gegen den Handel mit Emissionsrechten spricht erstens das Verteilungsprinzip. Auf dem Markt zählen nur die Nachfrager, die über Geld verfügen. Wer reich ist, darf verschmutzen. Auf diese Weise werden Menschen, die ein prinzipielles Recht auf Güter wie Wasser und Luft haben, durch Konsumenten ersetzt. Deren Recht auf Teilhabe wird ausschließlich durch die Geldmenge bestimmt, über die sie verfügen. Zweitens hat sich der Emissionshandel in Europa als lächerliche Farce erwiesen. Eine Farce, weil er nicht funktioniert und keinen Beitrag zur Erfüllung der Kyoto-Ziele, also zur Verringerung der CO2 -Emissionen, geleistet hat. Lächerlich, weil jeder, der ein bisschen Einsicht hat, vorher wissen konnte, dass genau dieses Ergebnis eintreten würde. Man kann die Natur nicht dadurch retten, dass man das Recht, sie zu verschmutzen, in eine an der Leipziger Strombörse handelbare Ware macht! Was hier beobachtet werden kann ist ein weiterer Schritt der Privatisierung, der Wirtschaftskrise zum Trotz. Genau wie Wasser stellt die Atmosphäre eine Lebensgrundlage dar, doch inzwischen wird das Recht zur Verschmutzung meistbietend verkauft.
Neuer Antrieb, alte Maschine
Aus unserer Sicht muss die gesamte Maßnahme hinterfragt werden. Schnelle Schüsse, um das Klima zu verändern, scheinen wenig angebracht in Zeiten, in denen die Wettervorhersage nicht mal für 7 Tage genau ist. Wir fordern nicht, es solle weitergehen wie bisher. Aber immer dann, wenn die Profiteure des Bestehenden große Veränderungen wollen, sind wir misstrauisch.
Misstrauisch, weil Profit die Berichterstattung der Presse dominiert und Wissenschaftler wissen, welche Ergebnisse für die Finanzierung ihrer Forschung von ihnen verlangt werden. Und wenn sie anfangen, die Meere zu düngen um Algenwachstum zu fördern, dass dann CO2 binden soll, oder Schwefelpartikel in die Stratosphäre zu bringen um Wolkenbildung zu fördern und Sonnenstrahlung zu reflektieren, dann sind schon viele Möglichkeiten des Widerstandes verpasst worden.
Wenn zunächst nur die Produktion umgestellt wird, auf dass folglich Brennstoffzellen statt Otto-Motoren gebaut werden, und alle schön helfen, weil es ja auch der Umwelt hilft, dann ist das auch nicht in unserem Interesse. Denn es ist nur eine Transformation innerhalb des Systems, das Wachstum zur Grundlage hat. So effizient und neu die Techniken auch sein mögen, unendlichem Wachstum steht immer noch die Begrenztheit der Erde und ihrer Ressourcen gegenüber. An vielen Ressourcen herrscht Mangel und trotzdem werden sie wenig intelligent, sehr verschwenderisch genutzt.
Der technischen Seite steht die soziale gegenüber. Das kapitalistische Wirtschaftssystem basiert auf der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Hierzulande äußert sich der allgegenwärtige Druck der Konkurrenz inzwischen im gesteigerten Konsum von Pharmaprodukten. Erst kürzlich ermittelte eine Studie einen Anteil von bis zu 5% der Erwerbstätigen, die regelmäßig leistungssteigernde oder relaxierende Medikamente verwenden. Diesem Trend in den Zentren stehen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Hunger in weiten Teilen der Peripherie gegenüber. Von Asien über Afrika, Lateinamerika bis nach Osteuropa hungern 1 Mrd Menschen, weil vorhandene Nahrungsmittel vernichtet werden um Preise stabil zu halten. Nur wer diesen Zustand will, kann so weitermachen wollen. Das System, dass nur für den Tausch produziert, muss abgeschafft werden. Nicht ein ominöser „Markt“ kann wissen was nötig ist, das können nur die Menschen. Deshalb müssen sie in Zukunft auch entscheiden, was produziert werden soll.
From South to North: Verteilung im 21.Jahrhundert
Katastrophale Naturverschmutzungen, bedingt durch die tägliche Produktion, sind in hierzulande immer seltener. Dabei sind es wohl gerade hiesige Unternehmen, deren Chefs die Vorzüge der höheren Umweltstandards ihres Heimatlandes genießen, die die ökologisch miserabelsten Gewerke in die Länder des Trikonts verlagern, wie das Abwracken ausgemusterter Schiffe an den Stränden von Bangladesh, die Gewinnung von Bauxit auf Borneo oder die Produktion hochgiftiger Computerteile in den Sweatshops an der chinesischen Ostküste. Die Regeln des Weltmarktspiels wurden in Kolonialzeiten festgelegt, die Transportwege von Rohstoffen verlaufen nach wie vor in Süd-Nord-Richtung und so lange sich nichts Grundlegendes ändert, fließt auch noch das Geld aus Schuldentilgungen in die reichen Länder. Die Festung Europa, an deren Außengrenzen tausende Menschen ihr Leben lassen, ist weit geöffnet für Waren und Geld. Dass sich auch mit einer Wende zu mehr grüner Technologie daran nichts ändern wird, wurde anschaulich deutlich, als die großen Energieversorger ihr Projekt „Desertec“, das Europa nach dem Willen der Erfinder mit Strom aus Sonnenenergie aus der afrikanischen Sahara versorgen soll, vorstellten. Auf den ersten Blick ist zu sehen, dass alle geplanten Versorgungsleitungen nach Norden, nach Europa führen. Der afrikanische Kontinent wird nicht berücksichtigt, wer sollte den Strom dort auch bezahlen.
Ein solches Projekt kann nicht in unserem Interesse sein. Die Energieversorgung muss von Grund auf erneuert, ihre Verteilung solidarisch geregelt werden. Der Bezug von Strom darf nicht an Reichtum oder die alten Kolonialregeln geknüpft sein, vielmehr müsste die Versorgung global sozial geregelt werden. Wir kündigen gegen dieses Großprojekt, dass lediglich Gewinne für die Unternehmenskassen als Ziel hat, unseren Widerstand an.
Aufstand der Untoten: Atomenergie
Im Zuge der Diskussion über saubere Energieversorgung kommt es zur Renaissance der mit Abstand gefährlichsten Technologie: Der Atomkraft. In Zeiten, in denen Tschernobyl trotz Aktualität vergessen scheint, drängen die Betreiber der Atommeiler in Deutschland nach vorne. Ihr Argument, wie könnte es anders sein: Klimaschutz. Das für diese Art zentraler Energiegewinnung in einer emanzipierten Gesellschaft kein Platz ist, wird schon anhand weniger Stichworte deutlich: Das ungelöste Endlagerproblem, die Tatsache, dass bundeseigene Lagerstätten Gefahr laufen das Trinkwasser ganzer Regionen radioaktiv zu verseuchen (Asse) und die gesammelten Störfälle der jüngeren Vergangenheit, die im Gegensatz zu Unfällen aller anderen Art das menschliche Leben für hunderttausende von Jahren bedrohen.
Wenn die konservativ-liberale Bundesregierung jetzt die Laufzeiten der deutschen AKW´s verlängern will, wird sie es mit erbittertem Widerstand auf allen Ebenen zu tun haben. Der Renaissance der Todestechnologie wird die Renaissance des Widerstands von Brokdorf bis Gorleben entgegenstehen.
We don't need you politicians to know which way to go.
Auf der Konferenz Cop15 Anfang Dezember in Kopenhagen werden die Staatschefs und Profiteure des derzeitigen Wirtschaftssystem versuchen, ihre Vision durchzusetzen. Nicht nur, dass ähnlich der WTO-Verhandlungen die Länder des Südens nicht zu Wort kommen werden, eine Veränderung des Wirtschaftssystems weg von der Wachstums- und Profitlogik wird nicht einmal ansatzweise auf der Tagesordnung stehen. Mit der Arroganz der Sieger wird ein demokratischer Prozess unterbunden, der seinen Ausdruck gleichzeitig durch Zehntausende finden wird, die auf die Straße gehen. Die Macht des Geldes diktiert ein weiteres Mal die Stellung in den Verhandlungen. An uns bleibt es, von außen ein machtvolles Zeichen zu setzen. Zu sagen: Ihr vertretet nicht die Interessen der Mehrheit. Eure Konferenz will die Ausbeutung des Menschen grün anstreichen. Da machen wir nicht mit.
Kommt zum antikapitalistischen Block auf der Demonstration am 12.12. in Kopenhagen!
06. November 2009
In Kopenhagen tagt vom 7. bis 18. Dezember 2009 die UN-Klimakonferenz, kurz COP15. Dort soll ein neues Regelwerk für den Klimaschutz beschlossen werden. Schon jetzt ist klar, dass es auf dieser Konferenz zu keiner Einigung kommen wird. Doch die notwendige Kritik geht darüber hinaus, denn das Problem ist ein grundsätzliches. Die Klimakonferenz debattiert den marktbasierten Emissionshandel: Mittels des kapitalistischen Prinzips wollen die Konzerne der reichen Industrieländer ihre Verschmutzgungsrechte untereinander neu aufteilen. Diese Form des "Klimaschutzes" dient der kapitalistischen Erneuerung mit grünem Anstrich und nicht einer "Rettung der Welt". Grund genug, gegen den Klimagipfel in Kopenhagen zu protestieren.
Achtung! Der Busabfahrtstermin aus Berlin ist auf 0:30 Uhr verlegt. Die Busse fahren pünktlich um 1:00 Uhr los
Aktionskarte [pdf 7.73MB] | Probleme an der Grenze?
Aufruf der ALB nach Kopenhagen | Infoveranstaltungen in Berlin | Bustickets | Demo und Aktionstage | Materialien | Infos zu Übernachtungen | Rechtliches | Links | Anlaufpunkte | Antiberliner zum New Green Deal
Auf nach Kopenhagen!

Achtung! Der Busabfahrtstermin aus Berlin ist auf 0:30 Uhr verlegt. Die Busse fahren pünktlich um 1:00 Uhr los
Aktionskarte [pdf 7.73MB] | Probleme an der Grenze?
Aufruf der ALB nach Kopenhagen | Infoveranstaltungen in Berlin | Bustickets | Demo und Aktionstage | Materialien | Infos zu Übernachtungen | Rechtliches | Links | Anlaufpunkte | Antiberliner zum New Green Deal
05. November 2009
Seit einiger Zeit findet das Thema Klimawandel innerhalb der radikalen Linken immer mehr Beachtung. In den Diskussionen geht es allerdings weniger um die Rettung der Eisbären, sondern um die Frage, inwiefern der Klimawandel auch eine Klassenfrage ist. Informationen und Texte zum lesen und diskutieren: Für ein ganz anderes Klima | Broschüre Klimacasino schliessen | Die Energiefrage stellen | Die letzte Schlacht gewinnen wir? | 20 Thesen gegen grünen Kapitalismus | Antiberliner zum New Green Deal
Climate will change

08. Oktober 2009
Vom 1.-8. Oktober 2009 tagten in Istanbul die Weltbank und der Internationale Währungsfond. Diese wollen im Zuge der Weltwirtschaftskrise einen größeren Einfluss auf die Entwicklungspolitik im globalen Süden und bieten dafür mehr Mitspracherechte den aufstrebenden Industrieländern. Grund genug dagegen zu protestieren.
Mobilisierungsvideo | Demos - II - III | Presse | Video
Proteste gegen Weltbank und IWF

Mobilisierungsvideo | Demos - II - III | Presse | Video
01. Juli 2009
Das alljährliche Treffen der führenden Wirtschaftsnationen, welches zuletzt 2007 rund um Heiligendamm und 2008 in Japan Gegenstand heftiger Proteste war, findet diesmal vom 8. bis 10. Juli in Italien statt. Acht Jahre nach Genua ist und bleibt der rechtspopulistische Premier Silvio Berlusconi Gastgeber des Gipfeltreffens. Am 11. Juli organisiert das Bündnis Kontrollverlust unter dem Motto „Kapitalismus überwinden – die falsche Freiheit auf der Strecke lassen!“ eine Demonstration. Infos
Demo | 11. Juli 2009 | 17 Uhr | Freiburg Schwabentor
Weiter Lesen
11.07. - Kapitalismus überwinden

Demo | 11. Juli 2009 | 17 Uhr | Freiburg Schwabentor
Weiter Lesen
01. Juli 2009
Vor acht Jahren wurde unser Genosse Carlo Giuliani in Italien von Polizisten getötet. Der damals 23jährige hatte sich am 20. Juli 2001 an Protesten gegen den G8 Gipfel in Genua beteiligt. Die Polizeigewalt führte zu schweren Krawallen. Festgenommene wurden zum Teil gefoltert. Doch kein Polizist, nicht einmal die Mörder von Carlo mussten später in Haft, dafür jedoch 25 linke AktivistInnen der globalisierungskritischen Bewegung. Artikel zum Mord an Carlo | Video-Animation
Carlo Giuliani bleibt unvergessen!
Carlo Giuliani unvergessen

Carlo Giuliani bleibt unvergessen!
10. Juni 2009
Wegen der sich weltweit vertiefenden Finanzkrise sind die Institutionen der „führenden Wirtschaftsnationen“ gezwungen, sich neu zu organisieren, und so steht das diesjährige Gipfeltreffen der selbsternannten „Weltleitung“ (Italiens Außenminister über die G8) vom 8. bis 10. Juli in Italien ganz im Zeichen dieser Neuordnung. Auch in Berlin wird gegen die Politik der G8 demonstriert.
Weiter Lesen
Quake G8 2009 – We are your crisis

Weiter Lesen
28. Januar 2009
Vom 27. Januar bis 1. Februar 2009 findet das neunte Weltsozialforum in Belém / Brasilien statt mit insgesamt über 2.400 Einzelveranstaltungen und über 100.000 TeilnehmerInnen. Nachdem das WSF in den letzten Jahren stark an Dynamik verlor, erlebt es in diesem Jahr eine Renaissance aufgrund der Weltwirtschaftskrise. Als Ergebnis soll es unter anderem einen weltweiten Aktionstag am 28. März geben. An diesem Tag gibt es u.a. Demonstrationen in Berlin und Frankfurt/Main. Deutsche Webseite, [EN] , Infos, II, III JW
Weltsozialforum in Brasilien

06. Januar 2009
Am 31. Januar 2009 findet in Genf (Schweiz) eine Demonstration gegen das jährliche Treffen des Word Economic Forum (WEF) statt [Plakat]. Beim WEF treffen sich VertreterInnen der größten multinationalen Großkonzere sowie die politische Interessensvertretung der imperialistischen Staaten.
Info: revmob.ch | revolutionaer.ch | aufbau.org | Redside
>>> Am 17.1.09 wurden 3 Jugendliche in Zürich festgenommen und in den Knast gesteckt. Aktuelles hier.
Tags: WEF, Demo, Globalisierung, Schweiz, Demo, 2009
31.1.09: Anti-WEF-Demo in Genf

Info: revmob.ch | revolutionaer.ch | aufbau.org | Redside
>>> Am 17.1.09 wurden 3 Jugendliche in Zürich festgenommen und in den Knast gesteckt. Aktuelles hier.
Tags: WEF, Demo, Globalisierung, Schweiz, Demo, 2009
20. Juli 2008
Vor sieben Jahre wurde unser Freund und Genosse Carlo Giuliani in Italien von Polizisten getötet. Er hatte sich am 20. Juli 2001 an Protesten gegen einen G8 Gipfel 2001 in Genua beteiligt. Nach Krawallen der globalisierungskritischen Bewegung wurden jedoch nicht die Mörder von Carlo verurteilt, sondern 25 linke Demonstranten.
Carlo Giuliani bleibt unvergessen!
Ergebnisse 11 - 20 von 121Carlo Giuliani unvergessen

Carlo Giuliani bleibt unvergessen!
-
3. Stellungnahme der ALB
Am 3. März 2012 wurde auf Indymedia (Open Posting und linksunten) gegen eine Frau, die unserer Gruppe zugeordnet wurde, der Vorwurf veröffentlicht, sie sei als Informantin für das Bundesamt für Verfassungsschutz tätig gewesen. Nach unseren Stellungnahmen vom 4.3.2012 und vom 12.3.2012 dokumentieren wir nun, wie wir mit diesem Spitzelvorwurf umgegangen sind und…
Weiter Lesen
Antiberliner
-
NEU: Antiberliner zur Schuldenkrise
Schwerpunkte der 31. Ausgabe des Antiberliners sind die Schuldenkrise, aber auch das doppelgesichtige Verhältnis des Staates zu sozialen Bewegungen wie Occupy, S21, Anti-Atom und anderen. Außerdem befasst sich ein Artikel mit weiblichen Rollenklischees im Profisport. Auf der Antifa-Seite wird…
Weiter Lesen
Hintergrundinfos und Broschüren
-
Türkei/Kurdistan: Hinter Gittern
Als Reaktion auf die andauernden Massenverhaftungen von prokurdischen PolitikerInnen und Aktiven in der Türkei wurde die Kampagne Demokratie hinter Gittern.Die Kampagne kritisiert die seit Frühjahr 2009 andauernden Massenverhaftungen von mehr als 8.000 Personen, darunter BürgermeisterInnen,…
Weiter Lesen
-
Broschüre "Total Extrem" als PDF
In einer neuen Broschüre "Total Extrem" [PDF] informiert die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) über die so genannte Totalitarismus- und Extremismusideologie. Diese setzt Links und Rechts gleich, verharmlost so die Gefahr von Neonazismus und ist explizit gegen linke,…
Weiter Lesen
-
Zwei Schritte vor in Dortmund
Auswertung von Dortmund stellt sich quer zu den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch zum sog. „nationalen Antikriegstag“ am 3. September 2011 [Text als PDF].Am 3. September 2011 zogen mehrere hundert Neonazis durch die Dortmunder…
Weiter Lesen
-
NSU, NPD und Innenministerium
Überraschung: Über 13 Jahre lang zieht eine Neonazi-Bande mordend durchs Land, zum Finale Grande erschießen sich die zwei männlichen Mitglieder der Terrorzelle, stecken Beute und Fluchtfahrzeug ihres letzten Banküberfalls in Brand und die dritte im Bund versucht den letzten…
Weiter Lesen
-
Kampangne: War starts here
Markieren, Blockieren und Sabotieren. Kampagne gegen die kriegerische NormalitätWir rufen auf, aktiv einzugreifen in die kriegerische Normalität und die zahllosen zivilmilitärischen Verflechtungen. Der Fokus unserer Kampagne liegt auf der erweiterten Infrastruktur und der ideologischen Legitimierung von militärischer Gewalt.…
Weiter Lesen
-
Trauer um Spanienkämpfer Teppich
Am 25. Februar 2012 verstarb der antifaschistische Widerstandskämpfer Fritz Teppich in Berlin. Mit ihm starb der letzte in Deutschland lebende Spanienkämpfer.Mit 18 Jahren ging Fritz Teppich nach Spanien und kämpfe bei den Internationalen Brigaden gegen spaniens…
Weiter Lesen
-
Vor 70 Jahren: Krieg gegen die SU
Vor 70 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel Nazi-Deutschland die Sowjetunion. Für die dortige Bevölkerung begann ein fast vierjähriger Überlebenskampf: Die "jüdisch-bolschewistische" Staats- und Gesellschaftsordnung sollte ausgerottet werden. Die Sowjetbürger waren den den Jagd- und Mordkommandos der Wehrmacht ausgesetzt.…
Weiter Lesen
-
Heft zu Krieg, Krise & Kapitalismus
Deutschland führt seit Langem wieder Krieg. Die Bundeswehr ist aktuell mit über 6 500 Soldaten weltweit an Kriegseinsätzen beteiligt. In Afghanistan, im Kosovo und vor der Küste Somalias setzt sie die Interessen des deutschen Kapitals durch und sichert den…
Weiter Lesen
-
Broschüre: 100 Jahre Frauentag
Begleitend zu Aktivitäten rund um den 8. März 2011, dem 100. Internationalen Frauentag, hat ein Bündnis linksradikaler, sozialistischer und kommunistischer Gruppen eine Broschüre zur Geschichte und zu aktuellen Kämpfen erarbeitet. Das Heft soll grade jüngeren Genossinnen und Genossen den Einstieg in das…
Weiter Lesen
-
Neu: Heft zum Afghanistan-Krieg
Anlässlich der Mobilisierung gegen die SiKo und die Mandatsverlängerung 2011 gibt es eine Neuauflage einer Broschüre zum Afghanistankrieg [PDF]. Das Heft - erstmalig im Jahr 2008 erschienen - beschäftigt sich unter anderem mit der aktuellen Situation in Afghanistan,…
Weiter Lesen
-
Broschüre zum mg-Verfahren
Nach drei Jahren Solidaritätsarbeit und der Verurteilung von Axel, Florian und Oliver wegen versuchter Brandstiftung an Bundeswehr-LKW im Berliner mg-Prozess legt das Einstellungsbündnis sein Resümee vor. Die Soli-Gruppe beschreibt unter anderem die verschiedenen Linien und Fallstricke der Soli-Arbeit, die…
Weiter Lesen
-
Neue Broschüre: Krisenanalyse
Die Berliner Gruppe ARAB hat zu ihrem fünfjährigen Bestehen eine Broschüre zum Thema Krisenanalyse herausgebracht. Die Broschüre beschäftigt sich mit der aktuellen kapitalistischen Krise und zeigt auf, wo der kapitalistische Irrsinn hinführt und wie eine linksradikale Antwort…
Weiter Lesen
-
Andrej Holm: Interview zu Mieten, Vertreibung und Gentrifizierung
Wir dokumentieren ein Gespräch mit Andrej Holm [twitter] über die Wohnungspolitik des "rot-roten" Senats in Berlin, die Privatisierung der "GSW Immobilien AG", Gentrifizierung, Baugruppen und die Räumung der ehemals besetzten »Liebig 14«. Das Interview…
Weiter Lesen
-
Mitglied werden in der Roten Hilfe
Die Rote Hilfe ist eine strömungsübergreife Solidaritäts- und Antirepressionsorganisation. Sie informiert über Verfolgung gegen Linke in der BRD und international. Zudem unterstützt sie Personen, die von Repression betroffen sind. Sie steht euch mit Beratung, anwaltlicher Betreuung…
Weiter Lesen
-
Debatte: Krise, Protest, Widerstand
Wir dokumentieren einen Beitrag des Historikers und Sozialforschers Karl Heinz Roth unter dem Titel Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven.Der Beitrag beschreibt wissenschaftlich, ausführlich und doch kompakt und verständlich die Hintergründe…
Weiter Lesen






